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Bosch zufolge basieren die aktuellen Verdächtigungen in einer US-Klageschrift auf widersprüchlichen "Spekulationen". Bild: Bosch

Die Vorwürfe der Klägeranwälte, wonach 38 Mitarbeiter des Stuttgarter Unternehmens am Betrug beteiligt gewesen sein sollen, seien "wild und unbegründet", teilten die Anwälte von Bosch dem Gericht in der Nacht zu Dienstag (23. August) mit. Der Zulieferer stellte den Antrag, die Mitarbeiter in den Klageschriften zum Schutz der Persönlichkeitsrechte zu anonymisieren. In vielen Fällen basierten die Verdächtigungen auf widersprüchlichen "Spekulationen", heißt es zur Begründung.

Die Anwälte, die Hunderte geschädigte Dieselbesitzer in den USA vertreten, hatten ihre Klage gegen den Zulieferer in der Vorwoche erweitert. Sie werfen Bosch nun vor, über mehr als zehn Jahre eine aktive Rolle bei der Entwicklung einer an VW gelieferten Software gespielt zu haben, mit der in großem Stil bei Abgastests getrickst worden sein soll. Unkenntnis über den Betrug sei auszuschließen, heißt es in der Klageschrift. Der Wolfsburger Autobauer hatte im September 2015 eingeräumt, seit 2009 die Emissionswerte Hunderttausender Dieselwagen in den USA manipuliert zu haben.

Mittlerweile hat sich VW mit den US-Klägern - dazu zählen zahlreiche Fahrzeugbesitzer sowie Autohändler, US-Behörden und Generalstaatsanwälte - beim größten Teil der betroffenen Wagen auf einen Vergleich in Höhe von bis zu 15,3 Milliarden US-Dollar (derzeit 13,5 Mrd Euro) geeinigt. Bosch ist Beklagter in dem gleichen Verfahren, hat aber bislang kein Schuldgeständnis abgegeben und sich nicht an dem außergerichtlichen Kompromiss beteiligt. Ohne einen Vergleich droht ein Prozess. Die nächste Anhörung in dem Verfahren findet an diesem Donnerstag (17.00 Uhr MESZ) statt.

Fotoshow: Die Top 10 der deutschen Automobilzulieferer

  • Eberspächer Logo

    Platz 10 unter den deutschen Top 10: Eberspächer. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Zulieferer um zwei Plätze nach oben arbeiten - von Rang 57 auf 55 im Gesamtranking. Bild: Eberspächer

  • Hella Hauptsitz

    Platz 9: Hella. Im Gesamtranking auf Platz 43, ist der Lippstädter Zulieferer von Platz 40 auf Platz 43 leicht abgerutscht. Bild: Hella

  • Brose Coburg

    Platz 8: Brose. Die Coburger verbesserten sich im Top 100-Ranking von Platz 43 auf Platz 37 in diesem Jahr. Bild: Wikipedia

  • Hauptquartier ThyssenKrupp

    Platz 7: ThyssenKrupp. Die Automobilzulieferer-Sparte des Konzerns belegt im Gesamtranking Platz 24 - gegenüber Rang 21 im Vorjahr. Bild: ThyssenKrupp

  • Schaeffler-Hauptsitz

    Platz 6: Schaeffler. Platz 23 im Gesamtranking bedeutet eine Verbesserung der Herzogenauracher um einen Rang gegenüber dem Vorjahr. Bild: Schaeffler

  • Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

    Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

  • Mahle, Stuttgart

    Platz 4: Mahle. Gesamtrang 18 bedeutet für die Stuttgarter eine Verbesserung um zwei Plätze zum Vorjahr. Bild: Mahle

  • ZF Friedrichshafen, Hauptsitz

    Platz 3: ZF. Gesamtrang 6 unter den Top 100 - gegenüber 2015 hat sich an der Platzierung nichts geändert. Bild: ZF

  • Continental

    Platz 2: Continental. Die Hannoveraner belegen wie im Vorjahr auch im Gesamtranking den zweiten Platz unter den weltweit größten Automobilzulieferern. Bild: Continental

  • Bosch Logo

    Platz 1 sowohl unter den deutschen Zulieferern wie auch global: Bosch - auch hier hat der Platzhirsch seine Position zum Vorjahr gehalten. Bild: Bosch