Bosch Halbleiter Chips Dresden

Unterdessen wächst die neue Bosch-Halbleiterfabrik in Dresden, die derzeit für rund eine Milliarde Euro in der Nähe des Flughafens entsteht. Die ersten rund 200 Mitarbeiter sollen bis Jahresende die neuen Bürogebäude beziehen. Bild: Bosch

Das Unternehmen Bosch will künftig verstärkt auf Mikrochips aus Siliziumkarbid setzen. Mit dem ‚Wundermaterial’ könnten Elektroautos etwa sechs Prozent mehr Reichweite erzielen, sagte Geschäftsführer Harald Kröger am Montag (7. Oktober 2019) in Dresden. Zudem ließen sie sich schneller laden - bei weniger Platz und Gewicht. Produziert werden sollen die Mikrochips in dem Reutlinger Werk südlich von Stuttgart. Zunächst habe Bosch in eine Pilotlinie einen "dreistelligen Millionenbereich" investiert, ein erstes Muster soll im nächsten Jahr vorliegen. "Siliziumkarbid-Halbleiter werden die Elektromobilität nachhaltig verändern", so Kröger.

Unterdessen wächst die neue Bosch-Halbleiterfabrik in Dresden, die derzeit für rund eine Milliarde Euro in der Nähe des Flughafens entsteht. Die ersten rund 200 Mitarbeiter sollen bis Jahresende die neuen Bürogebäude beziehen. Künftig will das Unternehmen in Dresden auf 300-Millimeter-Wafern Chips für das Internet der Dinge und die Automobilindustrie fertigen. Wafer sind etwa ein Millimeter dicke Scheiben aus einem Halbleitermaterial mit einem maximalen Durchmesser von 300 mm. Die Mikrochips sollen unter anderem in Airbags, ESP-Systemen und Motorsteuerungsgeräten zum Einsatz kommen.