Gelbe Fahnen stehen vor dem Continental-Hauptquartier in Hannover.

Das Aus für das Continental-Werk in Aachen ist beschlossene Sache. Ein Umbaukonzept lehnt das Unternehmen ab. Bild: Continental

"Wir haben dem Unternehmen einen mehrstufigen Fahrplan vorgelegt, der dem Werk eine nachhaltige Zukunftsperspektive gibt", sagte der Betriebsratsvorsitzende Udo Bohnhof laut Mitteilung. Doch bislang verschließe sich Continental einer konstruktiven Lösung.

Das von der IG Bergbau, Chemie, Industrie und dem Betriebsrat gemeinsam mit einer Unternehmensberatung erarbeitete Konzept sehe eine weitere wirtschaftliche Optimierung des ohnehin schon profitablen Reifenwerkes vor, heißt es in der Mitteilung. Dazu gehöre auch ein schrittweiser, sozialverträglicher Abbau bestehender Personalüberhänge. Im Gegenzug solle die für Ende 2021 geplante Schließung des Standorts ausgesetzt und bis einschließlich 2024 gemeinsam nach Alternativen gesucht werden. Dazu gehört neben dem Verbleib im Continental-Verbund auch die Abgabe des Werks an Investoren.

Ein Sprecher von Continental sagte, das Eckpunktepapier der Arbeitnehmervertreter sei sorgfältig geprüft worden. Die darin enthaltene Forderung, das Werk über das Jahr 2021 hinaus zu betreiben, löse nicht das Problem der strukturellen Überkapazitäten, mit denen der Reifenbereich von Continental in Europa konfrontiert sei. "Das Reifenwerk in Aachen ist hinsichtlich seines Produktionsvolumens das kleinste Werk und zudem der kostenintensivste Standort in unserem europäischen Produktionsnetzwerk." Continental passe die absehbar weiter steigenden Überkapazitäten dem Marktbedarf an und verringere damit zugleich den Kostendruck, der auf allen europäischen Werken laste.

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