Continental, Hauptverwaltung, Hannover

Continental erwartet, dass sich die gute Entwicklung im Reifengeschäft weiter fortsetzt und die Automotive Group wieder deutlich an Fahrt aufnimmt, so der Automobilzulieferer. Bild: Continental

Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge werde jetzt ein Wert von rund 11 Prozent statt zuvor von mehr als 10,5 Prozent erwartet, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag (29. April) mit. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine operative Marge von 11,7 Prozent erzielt. Da Continental traditionell mit einer konservativen Prognose ins Jahr geht, hatten viele Experten die leichte Anhebung des Ziels erwartet.

Beim Umsatz rechnet Conti-Chef Elmar Degenhart weiter mit einem Anstieg von etwa 5 Prozent auf 41 Milliarden Euro. Rein rechnerisch ergibt dies einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 4,5 (2014: 4,4) Milliarden Euro.

 

Während die Reifensparte um Währungs- und Konsolidierungskreiseffekte bereinigt ein Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent erzielte, stieg es in der Automotive-Sparte um knapp drei Prozent.

Projektanläufe und Währungskurseffekte hätten die Automotive Group belastet, erklärte Contis Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart. Die Dynamik werde aber im weiteren Verlauf des Jahres deutlich zulegen.

Die mittelfristige Wachstumsdynamik des Geschäfts mit Automobilelektronik bewertet Degenhart weiter positiv: "Sehr erfreulich ist der steigende Auftragseingang in unseren Automotive-Divisionen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das Auftragsvolumen in der Automotive Group um mehr als ein Drittel angestiegen. Es summiert sich auf mehr als 9 Milliarden Euro."