Continental Fahnen

Als Folge der Untersuchung "Continental im Nationalsozialismus" des Historikers Paul Erker hat der Automobilzulieferer das Programm „Verantwortung und Zukunft“ ins Leben gerufen, dessen Ziel ist sei, das fortwährende Lernen aus der eigenen Vergangenheit zu einem festverankerten Bestandteil der Unternehmenskultur zu machen. Bild: Continental

| von Roswitha Maier

Der Wissenschaftler fand bei der Aufarbeitung der Geschichte des heutigen Autozulieferers unter anderem heraus, dass KZ-Häftlinge Schuhsohlen aus Gummiprodukten des Unternehmens testen mussten. Dabei seien sie teils "bis zu Entkräftung und Tod ausgebeutet und misshandelt worden", hieß es. Man habe sie auch in der Herstellung von Gasmasken oder der Verlagerung der Produktion unter Tage eingesetzt.

Rund 10.000 Zwangsarbeiter hätten unter "menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen" gelitten, erklärte Continental. Das Management sei aktiv involviert gewesen - und das Unternehmen habe von der Aufrüstungspolitik des nationalsozialistischen Regimes profitiert.

"Continental war ein wichtiger Bestandteil von Hitlers Kriegsmaschinerie", so Vorstandschef Elmar Degenhart zu den Resultaten der Analyse "Zulieferer für Hitlers Krieg. Der Continental-Konzern in der NS-Zeit". "Die Studie ist eine von uns bewusst gewählte Chance und ein erneuter Anlass dafür, uns unserer Verantwortung zu stellen." So sei ein Programm gestartet worden, das die Ergebnisse der Untersuchung in die Aus- und Fortbildung einspeise und das Archiv von Continental für die Wissenschaft öffne.

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