Radarproduktion am Continental-Standort Ingolstadt

Um die eigenen Fertigungskapazitäten für Radarsysteme zu erweitern, investiert Continental 100 Millionen US-Dollar in ein neues Werk. Bild: Continental

| von Werner Beutnagel

Man profitiere von stetig steigenden Ausstattungsraten in Neufahrzeuge und rechne sich künftig große Wachstumschancen in dem Bereich aus, erläutert Frank Jourdan, im Vorstand von Continental zuständig für das Geschäftsfeld „Autonomous Mobility and Safety“ die strategische Bedeutung für Continental. „In den nächsten fünf Jahren planen wir weitere Investitionen im hohen dreistelligen Millionen-Eurobereich in den Bereichen assistiertes und automatisiertes Fahren. Die Kapazitätserweiterung in New Braunfels ist Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“ führt er aus. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 hätten sich die Umsätze mehr als verdoppelt und Continental sehe gute Chancen, die eigene Marktposition auszubauen.

Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmeter sollen in dem neuen Werk Fahrerassistenzsysteme produziert werden. Der Baubeginn ist bis Mitte 2020 geplant, bevor im Jahr 2021 die Produktion von Radarsensensoren starten soll. Zu den bestehenden 450 Arbeitsplätzen in Entwicklung und Produktion von Fahrerassistenzsystemen in der Region kommen durch den Neubau zunächst weitere 130 neue Jobs hinzu. Bisher produziert Continental Radarsensoren im rund 25 Kilometer von New Braunfels entfernten Seguin.

In den Regionen Europa, Amerika und Asien betreibt Continental eigene Entwicklungszentren sowie Produktionsstandorte, um möglichst passgenaue Lösungen anbieten zu können. „Für uns ist die Kundennähe in den einzelnen Regionen von besonderer Bedeutung. Mit dem neuen Werk in New Braunfels bekommen wir eine hochmoderne Produktionsanlage für unsere High-Tech-Produkte und können dadurch unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagt Karl Haupt, Leiter der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme.

Amerikanische Automobilhersteller setzen die Radarsensoren von Continental unter anderem für Notbremsassistenten und Tempomaten ein. Auch speziell auf den US-Markt zugeschnittene Funktionen, wie die Überwachung des toten Winkels von Pkw mit Anhängern (Trailer-Length-Detection und Trailer-Merge-Assist), die erstmals 2018 im Dodge Ram 1500 in Serie gingen, basieren auf den Radarsensoren.

Neben New Braunfels ist Continental in den USA noch mit weiteren Standorten für Fahrerassistenzsysteme vertreten: Mit einem Entwicklungsstandort in Auburn Hills in der Nähe von Detroit und in Santa Barbara, Kalifornien, wo das Unternehmen Lidar-Technologien entwickelt.

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