Darstellung von Komponenten im Fahrzeug.

Continental hat Auftragseingänge im Wert von rund 275 Millionen Euro für Schlauchleitungen in den Büchern. Bild: Continental

| von Götz Fuchslocher

Allein im vergangenen Jahr habe Continental Auftragseingänge im Wert von rund 275 Millionen Euro für Schlauchleitungen, die in Fahrzeugen mit Batterie- und Hybridantrieben globaler Hersteller zum Einsatz kommen, verzeichnet, sagt Philip Nelles, Leiter des Geschäftsbereiches Mobile Fluid Systems bei Continental. Grund dafür sei vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen. Man rücke den wichtigen Wachstumsmarkt der Elektromobilität stärker in den Fokus und unterstütze Automobilhersteller dabei, Emissionen weiter zu reduzieren und die strengeren Abgasnormen zu erfüllen, so Nelles.

Schläuche und Leitungen kühlen etwa Batterien oder die hochsensible Leistungselektronik von Elektro- und Hybridfahrzeugen, die im Bereich zwischen 20 Grad Celsius und 40 Grad Celsius am effizientesten arbeiten. Die Produkte sollen dabei helfen, die Reichweiten von batteriebetriebenen Fahrzeugen zu verlängern und mit einer optimalen Zusammenstellung von Materialien Gewicht zu sparen. Zusätzliches Geschäftspotenzial ergibt sich dem Technologieunternehmen zufolge mit Leitungen für Klimaanlagen zur Kühlung mit dem derzeit klimafreundlichsten Kältemittel R744. Mit effizienten Schlauch- und Leitungssystemen, helfe man überdies, Kohlenwasserstoffe, Kohlendioxe oder Stickoxide oder Partikelemissionen konsequent und nachhaltig zu reduzieren – beispielsweise für Abgasreinigungs-Technologien wie Partikelfilter oder die selektive katalytische Reduktion (SCR).

Im Rahmen seiner Mobilitätsstudie stellt das Unternehmen eine zunehmende Bereitschaft zum Kauf eines Elektroautos fest: in Deutschland habe sich diese seit 2013 mehr als verdoppelt – von einst 17 auf jetzt 35 Prozent. Weit größer ist laut der Studie die Offenheit gegenüber Elektrofahrzeugen im Reich der Mitte: 86 Prozent der Befragten in China gaben demnach an, sich den Kauf eines Elektroautos vorstellen zu können.„Um diesen schnell wachsenden Markt optimal bedienen zu können, haben wir uns intern strategisch neu aufgestellt, unser Know-how gebündelt und stärken gleichzeitig die Zusammenarbeit mit externen Partnern“, sagt Nelles.

Mit dem Anfang Dezember 2020 verkündeten Programm Carbon Neutral for Emission Free Vehicles wird dem Unternehmen zufolge mit Jahresbeginn 2022 sämtliches Geschäft, das Continental mit Produkten für emissionsfreie Autos, Busse oder Straßenbahnen erzielt, auf klimaneutraler Basis produziert.

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