Schematische Darstellung eines Fahrzeugs mit Einblick in den Antrieb - Bild: Continental

Ein neues Unternehmen von Continental und AFT Automotive entwickelt und produziert Kupplungen aus Hochleistungskunststoffen für die Automobilindustrie. Bild: Continental

| von Götz Fuchslocher

Wie Continental mitteilt, soll die neue Gesellschaft bis 2025 mehr als 30 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Der Vollzug des Joint Ventures steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Schwerpunkt der 2009 gegründeten AFT Automotive aus dem münsterländischen Greven liegt auf der Entwicklung und Produktion von Funktionskomponenten wie Ventilen, Saugstrahlpumpen und Steuerungselementen sowie Leitungssystemen aus Hochleistungskunststoffen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 189 Mitarbeiter in Deutschland, Bosnien-Herzegowina und Serbien.

Bereits seit Ende 2016 entwickeln beide Unternehmen gemeinsam spezielle Verbindungselemente aus Kunststoff, die den Kühlkreislauf oder den Turbolader beziehungsweise Ladeluftkühler mit Aggregaten im Motorraum verbinden. Jetzt baue man diese Entwicklungspartnerschaft durch die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens weiter aus, heißt es bei Continental. „Keine Leitungen, keine Schläuche, keine künftige Mobilität. Unsere Leitungen und Verbinder bleiben unentbehrliche Lebensadern im Auto – sowohl für Hybrid- und Elektrofahrzeuge als auch von Verbrennern“, sagt Philip Nelles, Leiter des Geschäftsbereiches Mobile Fluid Systems und damit verantwortlich für automobile Leitungen und Schläuche bei Continental.

Anders als konventionelle Fahrzeuge benötigen Elektrofahrzeuge mehrere Kühlkreisläufe mit einem ausgefeilten Thermomanagement. So entstehen komplexe Kreisläufe, die die Anforderungen an die Einzelkomponenten deutlich erhöhen, hört man von Continental. Außerdem werde man das Gewicht der neuen Schlauchgeneration weiter reduzieren. Kleinere Leitungsquerschnitte, beispielsweise auf der Hochdruckseite und beim Batteriekühlstrang, sollen dazu beitragen, dass im Vergleich zu früheren Systemen weniger Kühlmittel eingesetzt werden muss. Die richtige Mischung aus Kautschuk-, Polyamid- und Aluminiummaterialien und einer ausgefeilten Leitungsgeometrie soll eine ausreichende Eigenstabilität des Systems sicherstellen. Dafür werden spezielle Leitungen und Verbindungselemente aus Hochleistungskunststoffen entwickelt.

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