Continental-Hauptverwaltung in Hannover

Conti-Hauptverwaltung in Hannover: Nach dem schwachen dritten Quartal hat der Automobilzulieferer wie erwartet einen starken Jahresendspurt hingelegt und die im Oktober gekappten Jahresziele erreicht. Bild: Continental

"Für 2017 rechnen wir mit einem Umsatzplus von über 6 Prozent auf mehr als 43 Milliarden Euro", teilte der Konzern am Montag in Hannover mit. Beim operativen Gewinn geht Conti aktuell von einem verhalteneren Anstieg aus. Basierend auf der Prognose für die operative Marge von sicher mehr als 10,5 Prozent wird beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) mehr als 4,5 Milliarden Euro erwartet. Das wäre ein Anstieg von rund vier Prozent.

Damit liegt das Umsatzziel über der Durchschnittserwartung der Analysten - beim operativen Ergebnis haben die Experten indes für 2017 bisher mehr auf dem Zettel. Conti ist allerdings für seine zurückhaltenden Ergebnisprognosen zum Auftakt eines Jahres bekannt.

Nach dem schwachen dritten Quartal legte Conti wie erwartet einen starken Jahresendspurt hin. Dank eines guten Geschäfts mit Elektronikteilen für Autos und Winterreifen, das den absatzstarken Vorjahreszeitraum übertreffen konnte, wurden die im Oktober gekappten Jahresziele erreicht. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um drei Prozent auf rund 40,5 Milliarden Euro.

Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei wegen einer Reihe von außerordentlichen Belastungen auf 10,7 (2015: 11,1) Prozent gefallen. Rechnerisch ergibt sich damit ein Ebit von rund 4,33 Milliarden Euro und damit in etwa auf Vorjahresniveau. Damit erfüllte Conti die im Oktober gesenkten Vorgaben. Seinerzeit hatte der Konzern die Prognosen wegen einigen Sonderbelastungen gesenkt. So legte Conti unter anderem für Gewährleistungsansprüche von Kunden sowie laufende Kartellverfahren Geld zurück.