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Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten von dem Debakel um defekte Airbags betroffen. Bild: Honda

Wie das zuständige Ministerium am Donnerstag mitteilte, ruft Honda jetzt noch mal gut 171.000 Autos in die Werkstatt und Nissan knapp 83.000 Stück. Zudem müssten beide Autobauer überprüfen, ob ebenso Wagen außerhalb des Landes betroffen sind.

Hintergrund des jüngsten Rückrufs ist ein Vorfall auf einem Schrottplatz. Dort war der Airbag eines verschrotteten Autos explodiert. Seit Juni 2012 kam es laut Ministerium nun bei sieben Automodellen verschiedener Hersteller auf japanischen Schrottplätzen zu Problemen mit Takata-Airbags. Zuvor hatte Toyota seinen Rückruf bereits ausgeweitet.

Honda hatte bisher weltweit in über 13 Millionen Autos den Austausch der defekten Airbags der japanischen Firma Takata auf den Weg gebracht. Die Airbags können wegen mangelhafter Verarbeitung platzen – dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung sprengt und durch den Fahrzeugraum schleudert. Honda hatte in der vergangenen Woche bei einer Anhörung vor dem US-Kongress angekündigt, einen bislang auf Regionen mit feuchtwarmem Klima bezogenen Rückruf auf die gesamten USA auszuweiten. Takata lehnt dagegen die Forderung der US-Verkehrsaufsicht NHTSA nach einem landesweiten Rückruf ab.

Honda ist seit mehr als 50 Jahren Kunde bei Takata und am stärksten betroffen. Auch Mazda oder Toyota, die US-Konzerne General Motors, Chrysler und Ford sowie BMW haben bereits Autos wegen der Probleme mit Takata-Airbags zurückgerufen. Anwälte gehen von fünf Todesopfern in Amerika und einem in Malaysia aus.

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