Delphi Automotive

Der Autozulieferer Delphi will an die Börse. - Bild: Delphi

Der in der Finanzkrise an den Rand des Abgrunds geratene Autozulieferer Delphi will einem Pressebericht zufolge in den nächsten Wochen an die Börse.

Der Börsengang werde ein Volumen von rund einer Milliarde Dollar haben, schreibt die “New York Post” unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen. JPMorgan Chase, die das Unternehmen bereits bei der Finanzierung des Rückkaufs eigener Anteile von der früheren Mutter General Motors unterstützt hatte, werde den Schritt aufs Parkett begleiten. Delphi gab der Zeitung keinen Kommentar zu dem Thema.

Wie die Zeitung weiter schreibt, habe ein hochrangiger Delphi-Manager vergangene Woche bei einem Treffen mit Investoren gesagt, “jetzt oder ziemlich bald” sei ein guter Zeitpunkt für einen Börsengang. Der IPO-Markt nehme Schwung auf und zugleich erhole sich das Autogeschäft. Der Unternehmenswert wird laut “New York Post” in Kreisen auf 9,1 Milliarden Dollar geschätzt. Damit würden laut Zeitung Hedgefonds ein dickes Geschäft machen.

GM hatte das frühere Zulieferergeschäft 1999 ausgelagert. Im vergangenen Jahr machte Delphi noch rund ein Fünftel der Gesamterlöse von 13,8 Milliarden Dollar mit der früheren Mutter. Seit 2005 stand der Hersteller von Fahrzeugelektronik unter Gläubigerschutz nach US-Recht. Delphi kam als verkleinertes Unternehmen nach vier Jahren aus dem Insolvenzverfahren. GM und der Pensionsfonds PBGC übernahmen zu dem Zeitpunkt Anteile des Autozulieferers. Anfang April verkauften die beiden Firmen ihre Delphi-Beteiligungen zurück an das Unternehmen.

dpa-AFX/Guido Kruschke