Ecopaint Lackierroboter von Dürr

Einsatz bei BMW in China und Ungarn: Ecopaint-Lackierroboter. Bild: Dürr

| von Götz Fuchslocher

Wie Dürr mitteilt, baut das Unternehmen in Shenyang (China) eine neue Lackieranlage und erweitert ein bestehendes Lackiersystem. Eine weitere neue Anlage setze BMW mit Dürr im neuen Werk im ungarischen Debrecen um. Die Aufträge für den Bau der beiden Anlagen in China wurden im vierten Quartal 2019 gebucht. In Shenyang-Dadong betreibt BMW seit 2016 eine Lackieranlage des Maschinen- und Anlagenbauers, deren Linienkapazität nun vergrößert wird. In Shenyang-Tiexi wird Dürr eigenen Angaben zufolge in einer neuen Produktionsstätte eine weitere Lackieranlage bauen. Zudem plane BMW in Tiexi bereits eine zweite Ausbaustufe und habe die spätere Erweiterung mit Dürr vereinbart. Mit Produktionsbeginn im Sommer 2023 ensteht im ungarischen Debrecen ein neues BMW-Werk. Wie Dürr mitteilt, hat BMW auch für diesen Standort den Bau einer Lackieranlage vereinbart.

Mit Dürr setze BMW in seinen Produktionsstätten in Asien und Europa auf einen erfahrenen Generalunternehmer, so Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr Systems AG, der zu den aktuellen Aufträgen ergänzt: „BMW erhält drei Lackieranlagen, die Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit, Flexibilität und Qualität setzen.“ An allen Standorten liefere man bewährte Technik sowie neueste Innovationen. Zu ihnen zählen etwa das Rotationstauchverfahren RoDip. Die Applikation im integrierten Lackierprozess (IPP) von BMW übernehmen in allen drei Anlagen Lackierroboter mit Hochrotationszerstäubern des Typs EcoBell3. Insgesamt werden in den drei Werken zukünftig 165 Lackierroboter und 90 Sealingroboter von Dürr die BMW-Modelle lackieren und abdichten.

Zur Ressourcenschonung setzt Dürr auf EcoDryScrubber in China und EcoDry X in Ungarn - EcoDryScrubber basiert auf einer Lackabscheidung mit Steinmehl, EcoDry X nutzt Filterboxen aus Karton als Trennmittel. Der Trockner EcoInCure, der im neuen Werk in Tiexi sowie in Debrecen im Decklackbereich eingesetzt wird, soll zusätzlich zur Energieeffizienz der Anlage beitragen. Bei Dürr hebt man zudem die kompakten und skalierbaren Layouts hervor. Das erste speziell für Lackieranlagen entwickelte fahrerlose Transportsystem EcoProFleet erlaubt laut Dürr einen wahlfreien Zugriff auf Karosserien in einem Zwischenlager, zudem komme in den neuen Anlagen in Debrecen und Tiexi eine durchgängig skidlose Fördertechnik zum Einsatz, bei der die Karosserien nur auf Traversen durch die Anlagen transportiert werden.