ElringKlinger Cockpitquerträger in Hybridbauweise am Standort Suzhou

Leichtbauauftrag für ElringKlinger: Das Foto zeigt die Fertigung von Frontend- und Cockpitquerträgern in gewichtsparender Kunststoff-Metall-Hybridbauweise am chinesischen Standort Suzhou. Bild: ElringKlinger

| von Götz Fuchslocher

Wie ElringKlinger mitteilt, läuft der Auftrag über zunächst fünf Jahre und hat ein Gesamtvolumen im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Produktion am kalifornischen Standort in Fremont (USA) soll planmäßig 2020 starten. Auf Basis der bisherigen Geschäftsbeziehung mit Leichtbaukomponenten habe der US-Elektrofahrzeugpionier den Zuliefererkonzern aus Dettingen/Erms nun auch mit der Serienbelieferung von Cockpitquerträgern für sein neues vollelektrisches Modell beauftragt, heißt es. Bei dem Fahrzeughersteller dürfte es sich um Tesla handeln.

Bei der Fertigung setzt ElringKlinger auf ein Verfahren, das Innenhochdruck-Umformen und Spritzgießen in nur einem Prozessschritt vereint. Die dadurch entstehenden Hybridbauteile aus Kunststoff und Metall sollen laut dem Zulieferer die Vorteile beider Werkstoffe verbinden: "eine hohe Form- und Maßgenauigkeit von komplexen Geometrien mit minimalen Toleranzen und eine beachtliche Strukturfestigkeit im Crashfall." Gleichzeitig sollen sich deutliche Gewichtsvorteile gegenüber konventionellen Metallvarianten realisieren lassen.

Das Unternehmen kann auf seine langjährigen Erfahrungen bei Leichtbauteilen für den Antriebsstrang und die Karosserie verweisen. Bereits seit Ende der 1990er Jahre arbeitet der Konzern an der Substitution von Metall durch Kunststoff. Cockpitquerträger und Frontendträger aus Polymer-Metall-Hybriden stellt der Konzern seit 2015 an den Standorten in Leamington (Kanada) und Suzhou (China) sowie seit 2017 in Fremont (USA) in Serie her.