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Sobald es mehr Durchblick für den Rest des Jahres gebe, will Faurecia eine neue Prognose für 2020 kommunizieren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Bild: Faurecia

| von Roswitha Maier

Man habe zahlreiche eigene Produktionsstätten schließen müssen und werde dies auch in den Werken in Nord- und Südamerika tun. Zudem hätten auch Kunden ihre Produktion zeitweise stillgelegt. Faurecia mit Hauptsitz in Nanterre bei Paris betonte aber, die Bilanz des Konzerns sei "sehr solide" und man habe verfügbare Kreditlinien über 900 Millionen Euro. Zudem besteht die Möglichkeit, den Finanzierungsrahmen zu erhöhen, sollte sich die Pandemie auf die zweite Jahreshälfte ausdehnen.

"Faurecia hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um kurzfristig seine Kosten, Entwicklungsausgaben und Investitionen drastisch zu reduzieren", heißt es in einer Meldung des Unternehmens. Der Konzern bereite sich zugleich darauf vor, die Fertigung so schnell wie möglich wieder hochfahren zu können, selbst bei einem Szenario, in dem das Virus nicht vollständig ausgerottet ist.

Alle Faurecia-Werke in China hätten die Produktion wieder aufgenommen und fahren die Fertigung weiter hoch. Bis Freitag habe die durchschnittliche Kapazitätsauslastung bei 70 Prozent gelegen. Sobald es mehr Durchblick für den Rest des Jahres gebe, will Faurecia eine neue Prognose für 2020 kommunizieren.

Faurecia plante für 2020 ursprünglich mit einer operativen Marge über 7,2 Prozent und einem Netto-Cashflow von über 500 Millionen Euro. 2019 erhöhten die Franzosen den Umsatz um 1,4 Prozent auf 17,77 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank von 701 Millionen auf 590 Millionen Euro. Neben den schwierigen Marktbedingungen schlugen höhere Restrukturierungskosten zu Buche.