| von Christiane Habrich-Böcker
VDA, Bernd Gottschalk
Beurteilt exklusiv für AUTOMOBIL PRODUKTION die Lage führender Zulieferer: Professor Dr. Bernd Gottschalk, Geschäftsführer AutoValue und ehemals VDA-Präsident. Bild: VDA

Keine Frage, Fehrer ist relevant. Ein Blick allein auf die Liste der Kunden genügt, um zu erkennen, welche Rolle Fehrer als internationaler Spezialist von Sitzpolstern, Sitzmodulen und Interieur-Komponenten spielt. Die Marktstellung in Europa ist stark. Zugleich wird die globale Position weiter ausgebaut. Im harten Wettbewerb hat man sich vor allem durch Entwicklungskompetenz und maßgeschneiderte Lösungen profiliert. So etwas kostet Kraft. Für Familienunternehmen allemal. Der Anspruch, den Fehrer an sich selbst stellt, ist immer hoch gewesen: Produkte komfortabel und gewichtssparend zu entwickeln, und zwar vom Prototypen – einschließlich maßgeschneiderter Schaumrezepturen – bis zur Serie, und das individuell nach Kundenwunsch und sogar noch international an 24 Standorten in vier Kontinenten. Das ist Anspannung pur. Das Unternehmen ist aber mit dieser Strategie permanent gewachsen und befindet sich auf dem Weg zur halben Milliarde Umsatz. Man muss dem Unternehmen attestieren, dass es früh die wachsende Bedeutung des Fahrzeuginnenraums für die Differenzierung der Marken im Wettbewerb erkannt hat. 135 Jahre Erfahrung haben zu einer Technologie- und Qualitätsführerschaft geführt und neben der Relevanz damit auch ein hohes Maß an Reputation bei den Kunden begründet: "Trusted Relationship" ist ein hohes Gut!

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