Freudenberg Brand

Mit fast 50 Prozent des Umsatzes sei die Autosparte für Freudenberg weiterhin sehr wichtig. Bild: Freudenberg

Der Mischkonzern Freudenberg will in E-Mobilität verstärkt investieren. Angesichts von Produktionsrückgängen in der Autoindustrie wolle das Unternehmen aber den Automobil-Anteil am seinem Gesamtgeschäft nicht ausweiten, sagte Vorstandssprecher Mohsen Sohi am Mittwoch in Weinheim. Es werde in diesem Segment keine neuen Akquisitionen geben, aber ein steigender Anteil der Investitionen in Innovationen von insgesamt 444 Millionen Euro werde in das Segment E-Mobilität fließen.

Mit fast 50 Prozent des Umsatzes sei die Autosparte weiterhin sehr wichtig. Der Anteil werde aber zunächst nicht steigen. Das Unternehmen hat sich über eine Neuerwerbung in den USA auf die Herstellung von E-Batterien für Nutzfahrzeuge und Boote konzentriert. Für Personenwagen werde es bei Komponenten für die E-Mobilität bleiben. Bei E-Batterien für Autos seien Südkorea, Japan und China weit vorn.

Der Umsatz der Gruppe liegt nach einem Wachstum von 1,2 Prozent 2018 bei 9,4 Milliarden Euro. Das organische Wachstum - ohne Währungseffekte und Wirkung neuer Rechnungslegungsvorschriften - betrug 4,3 Prozent. Das Konzernergebnis sank um 100 Millionen auf 602 Millionen Euro. Gründe waren unter anderem rückläufige Beteiligungsergebnisse und nicht wiederholte Steuereffekte aus 2017.

Für das laufende Jahr rechnet Sohi wegen eines schwierigen Wirtschaftsumfelds mit einem Umsatzwachstum von höchstens ein bis zwei Prozent.