Edscha

Die Gestamp-Tochter Edscha produziert unter anderem Scharniersysteme. Bild: Edscha

Der neue Standort gehört zur Unternehmenstochter Edscha und liegt in unmittelbarer Nähe zum gigantisch großen AvtoVAZ-Werk, wo Fahrzeuge für Renault, Nissan, Lada und Datsun vom Band laufen. Edscha – laut eigenen Angaben weltgrößter Lieferant für Scharniersysteme – wird hier Tür- Heckklappen- sowie Hecktürscharniere liefern.

Bekanntermaßen durchläuft der russische Automarkt derzeit eine schwere Krise; die Verkaufszahlen gehen zurück, die Produktion bricht ein. Dennoch sieht Edscha-Chef Torsten Greiner gute Gründe, die Fertigung in Russland zu lokalisieren: "Trotz der derzeit angespannten Situation in Russland sind wir überzeugt, langfristig die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wir können unsere in Russland anssässigen Kunden ab sofort aus dem Markt heraus bedienen und bauen die lokale Wertschöpfung aus."

Zunächst hat das russische Edscha-Werk 50 Werker, die auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern Scharniersysteme montieren. Mittelfristig will der Zulieferer hier 150 Mitarbeiter beschäftigen. Für Ausbauten der Fabrik stehen weitere 6.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Gestamp ist bereits seit 2008 in Russland aktiv. Inklusive dem neuen Standort-Togliatti betreibt der Konzern vier Standorte im Riesenreich. Auch am anderen Ende der Welt treibt der Automobilzulieferer seine Expansion voran.

 So soll bereits in den nächsten Monaten der Spatenstich für einen Edscha-Standort im mexikanischen San Louis Potosí erfolgen. Greiner kommentiert: "Unser Ziel ist es, die sich bietenden Chancen auch auf den Märkten außerhalb Europas zu nutzen und unseren Status als Technologieführer konsequent weiter auszubauen." In San Louis Potosí produziert General Motors verschiedene Chevrolet-Modelle. Darüber hinaus wird hier BMW ab 2019 ein 150.000 Einheiten-Werk betreiben. Damit nicht genug, auch Ford plant hier eine Fabrik hochzuziehen. 350.000 Autos will der Autobauer dann dort jährlich montieren.