Magna-Messestand

Der Magna-Konzern hat im zweiten und dritten Quartal etwas weniger Verkaufserlöse erzielt und ist unterm Strich im dritten Quartal sogar in die Verlustzone gerutscht. Bild: Magna

| von Stefan Grundhoff

Lag der Umsatz 2018 noch bei 9,62 Mrd Dollar, so sank dieser Wert in den ersten neun Monaten 2019 auf 9,32 Mrd US-Dollar. Das bereinigte Magna-EBIT sank ebenfalls um 20 Prozent auf 558 Dollar, die Marge verringerte sich entsprechend von 7,3 auf 6,0 Prozent. Das Segment Sitze verzeichnete geringere Margen aufgrund geringerer Verkäufe, höherer Rohstoff- und Einführungskosten sowie operativer Ineffizienzen in einem Werk. Auch das Segment Außenkarosserie und Karosseriestrukturen hatte aufgrund geringerer Umsätze mit geringeren Gewinnmargen zu kämpfen, hier sank der Absatz um drei Prozent.

Magna wies daher im dritten Quartal einen Verlust vor Ertragsteuern von 319 Mio Dollar aus, einschließlich 859 Mio Dollar nicht realisierter Nettoverluste aus der Neubewertung von Kapitalanlagen. Im dritten Quartal 2018 hatte das Ergebnis bei plus 674 Mio Dollar gelegen.

Ohne diese Effekte hat Magna um 136 Millionen Dollar weniger verdient. Der Magna zuzurechnende Nettoverlust belief sich im dritten Quartal 2019 letztlich auf 233 Millionen Dollar, verglichen mit einem Plus von 554 Millionen im dritten Quartal 2018. Der Gesamtumsatz mit Fahrzeugen stieg um neun Prozent von 1,39 Milliarden auf 1,52 Milliarden. CEO Don Walker: „Obwohl wir im vergangenen Quartal erhebliche nicht zahlungswirksame Wertminderungsaufwendungen verzeichnet haben, die in Zusammenhang mit unserer Beteiligung an den (...) Joint Ventures von Getrag verbucht haben, erwarten wir ein weiteres starkes Wachstum der Geschäftstätigkeit unserer hundertprozentigen Tochter Getrag.“