Grammer-Flaggen

Grammer wertet die Investition der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor als Bestätigung für seine Strategie eines profitablen Wachstums. (Bild: Grammer)

Am Vortag war bekannt geworden, dass der Investor seinen Anteil an der SDax-Gesellschaft auf über 20 Prozent aufgestockt hat. Das hatte an der Börse Hoffnungen auf weitere Aktienkäufe der Familie ausgelöst.

Darüber ist Grammer derzeit nichts bekannt. Der Sprecher betonte, dass die Investoren willkommen seien. Das Unternehmen werte dies als Bestätigung für seine Strategie eines profitablen Wachstums. Grammer produziert Komponenten für die Innenausstattung von Autos sowie Sitze für Nutzfahrzeuge. Aktien des Unternehmens haben in diesem Jahr drei Viertel zugelegt.

Die Hastors sind über zwei Investmentvehikel an Grammer beteiligt. So hält Vater Nijaz Hastor mit seiner Gesellschaft Halog 10,2 Prozent an dem Zulieferer. Seine Söhne Damir und Kenan wiederum haben über die Cascade International Investment, eine deutsche Gesellschaft ihrer in den Niederlanden ansässigen Eastern Horizon Group, ihren Anteil zuletzt auf ebenfalls gut 10 Prozent verdoppelt.

Seit dem Ausstieg des Vaters bei Cascade werden die Investmentvehikel als jeweils eigenständig bewertet. Das heißt, dass die Familie noch Luft hat, ihre Beteiligung weiter auszubauen, ohne den übrigen Aktionären ein formelles Übernahmeangebot machen zu müssen. Dies ist der Fall, wenn ein Aktionär die Schwelle von 30 Prozent übersteigt.

Aufgefallen waren die Hastors in Deutschland im Sommer. Zu ihrem Firmengeflecht gehört auch der Autozulieferer Prevent, der als Druckmittel für bessere Vertragskonditionen die Belieferung von Volkswagen zwischenzeitlich eingestellt hatte und damit die Produktion im VW-Stammwerk Wolfsburg teilweise lahmlegte. Aktuell bemühen sich die Hastors auch um eine Übernahme des Küchenherstellers Alno.

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dpa