automotive_business_as_a_driver

Jetzt auch keine Dividende: Schon Ende Oktober hatte Autozulieferer Leoni seine Gewinnerwartungen für 2018 unter anderem wegen der Schwäche des wichtigen chinesischen Automarktes und der Verunsicherung von Autokäufern durch die aktuellen Handelskonflikte gesenkt. Bild: Leoni

Der Autozulieferer und Kabelspezialist Leoni will nach einem überraschend schwachen Jahresgewinn die Dividende streichen. Zudem rechnet das Unternehmen nicht mehr mit dem Erreichen der bisherigen Mittelfristziele für 2020, wie aus einer am Donnerstagabend (7. Februar 2019) veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Anleger reagierten enttäuscht: Der Leoni-Aktienkurs sackte auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um fast 9 % im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs ab.

Bereits Ende Oktober hatte Leoni seine Gewinnerwartungen für 2018 wegen der Schwäche des wichtigen chinesischen Automarktes, der Verunsicherung von Autokäufern durch die aktuellen Handelskonflikte und der Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsstandard WLTP in Europa gesenkt. Statt der damals erhofften 196 Mio Euro wurden 2018 beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) nur 144 Mio Euro erreicht. Im vierten Quartal verzeichnete Leoni sogar einen Verlust von 19 Mio Euro. Unter anderem seien Einsparziele nicht erreicht worden und die Anlaufkosten im neuen mexikanischen Werk seien höher als geplant ausgefallen, hieß es.

Der Umsatz lag 2018 mit 5,1 Mrd Euro etwas höher als im Vorjahr. Im vierten Quartal lag der Erlös bei 1,2 Mrd Euro. Mit Blick auf den Zahlungsmittelfluss und die Verschuldungslage will Leoni der Hauptversammlung vorschlagen, für 2018 keine Dividende auszuschütten.