Hella Lippstadt

„Insgesamt ist die Unsicherheit weiterhin hoch – sowohl mit Blick auf die allgemeine Branchenentwicklung als auch die Entwicklung der Covid-19-Pandemie“, so Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella-Geschäftsführung. Der Automobilzulieferer sieht sich aber gut aufgestellt, sich unter diesen anspruchsvollen Marktbedingungen erfolgreich weiterzuentwickeln. Bild: Hella

| von Roswitha Maier

Der auf die Aktionäre entfallende Fehlbetrag lag bei minus 431 Millionen Euro, wie das Unternehmen bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Hella noch einen Überschuss von 630 Millionen Euro erwirtschaftet.

Im vierten Geschäftsquartal musste Hella Wertminderungen in Höhe von 533 Millionen Euro verbuchen. Der Konzern begründete dies mit der Annahme, dass das globale Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auch mittel- bis langfristig signifikant unter den vor der Pandemie getroffenen Planungsannahmen und Markterwartungen liegen wird. Hella will der Hauptversammlung am 25. September wegen des Nettoverlusts und der negativen Markterwartung die Aussetzung der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019/2020 vorschlagen.

Der Autozulieferer hatte schon Ende Juli Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht und wurde von den Pandemie-Folge deutlich getroffen. Während der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro absackte, brach das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) sogar um rund 60 Prozent auf 233 Millionen Euro ein. Die vorläufigen Zahlen bestätigte Hella nun. Das berichtete operative Ergebnis (Ebit) lag bei minus 343 Millionen Euro nach plus 808 Millionen Euro im Vorjahr. Damals hatte Hella allerdings vom Verkauf des Großhandelsgeschäfts profitiert. Zudem bestätigte Hella seine kürzlich abgegebene Prognose für das seit Juni laufende neue Geschäftsjahr 2020/2021.

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