OLED-Technologie von Hella bei Audi

Neue Gestaltungsmöglichkeiten dank OLED-Technologie: im Audi A8 als Flächenlichtquelle in vier einzeln ansteuerbaren Segmenten. Bild: Hella

Wie der Experte für Lichttechnik und Elektronik Hella aus Lippstadt meldet, setzt man für die Heckleuchten im neuen Audi A8 mit OLED-(organic light emitting diode, organische Leuchtdioden)Technologie auf eine spezielle Verbindungstechnik und eine effiziente Produktion. Zur Integration der OLED in die Heckleuchte habe man neue Verbindungstechniken entwickelt, teilt das Unternehmen mit. Die Entwickler würden dafür ein spezielles Klebesystem nutzen, bei dem einerseits die sichere Fixierung der OLED sichergestellt sei, andererseits aber auch das Design nicht eingeschränkt werde, heißt es. Sämtliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten seien anschließend direkt in die Serienfertigung eingeflossen. Weiter betont man beim Zulieferer, dass man eine hochautomatisierte Fertigungsstraße am Standort Lippstadt konzipiert und errichtet habe, die den höchsten Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit genüge.

Audi setzt beim A8 und dessen Rückleuchten auf eine Flächenlichtquelle. In jeder Einheit schweben vier aufrecht stehende OLEDs von weniger als einem Millimeter Stärke. Sie sind in vier einzeln ansteuerbare Segmente unterteilt – zwei für das winkelförmige Schlusslicht und zwei für das Bremslicht der Luxuslimousine. Die OLEDs bestehen aus organischen halbleitenden Schichten, die sich großflächig auf einem Trägermaterial auftragen lassen. Zwei Elektroden bringen die Schichten dann gleichmäßig zum Leuchten. Für ein homogenes Erscheinungsbild kommt die Technologie somit ohne Reflektoren, Lichtleiter oder zusätzliche Optiken aus. „Die OLEDs schaffen darüber hinaus bisher nie da gewesene Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Dr. Michael Kleinkes, Leiter der Entwicklung Lichttechnik bei Hella.