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Trotz einiger Probleme sieht Hella aktuell noch keinen Grund, die Jahresprognose - das Geschäftsjahr beginnt im Juni - zu korrigieren. Bild: Hella

| von Andreas Karius

"In den letzten Monaten war die Autoproduktion in China negativ, zugleich wurden die Lager aufgebaut. In Summe sind weniger Autos verkauft worden", sagte Finanzchef Bernard Schäferbarthold der Börsen-Zeitung. Der Premiummarkt, in dem Hella vornehmlich unterwegs sei, laufe derzeit noch besser. Am Ende seien alle Hersteller betroffen.

Jahresprognose steht noch

Dennoch sieht der familienkontrollierte Konzern aktuell noch keinen Grund, die Jahresprognose - das Geschäftsjahr beginnt im Juni - zu korrigieren. Zugleich formuliert Schäferbarthold aber auch konkrete Voraussetzungen: "Unter der Annahme, dass WLTP ein temporärer Effekt ist und wir zu Beginn des neuen Jahres eine Normalisierung sehen werden, erwarten wir, das Umsatz- und Ergebniswachstum wie geplant erreichen zu können", sagte der gelernte Wirtschaftsprüfer gegenüber der Zeitung. Entscheidend sei aber auch, wie sich der Markt in China weiterentwickele.

Kam es im Zuge der Einführung des neuen Abgasprüfverfahrens zunächst zu Vorzieheffekten, werde das zweite Quartal schwieriger. "Mit dem Beginn des Geschäftsjahres haben wir einen deutlichen Nachfrageanstieg gesehen, der hielt bis Ende August. Im September kam es dann zu einem Einbruch der Nachfrage", beschreibt Schäferbarthold die hohe Volatilität im Europa-Geschäft.