Bosch eAchse

Die eAchse ist eine kompakte, kostenoptimierte Lösung für den elektrischen Antrieb von batterieelektrischen Fahrzeugen und Hybriden.

Zulieferer Bosch wird während der IAA in Frankfurt seine Bandbreite an Lösungen vor allem für die Mobilität der Gegenwart und nahen Zukunft zeigen. Gemeinsam mit Daimler haben die Stuttgarter dazu etwa das Automated Valet Parking per Smartphone-Befehl realisiert. Teil dieser künftigen komfortablen Welt werden so genannte Over-the-Air Software Updates sein. Über Nacht lassen sich damit, verschlüsselt und vor unbefugten Zugriffen geschützt, die Fahrzeugsoftware auf dem neusten Stand halten und neue Features ins Fahrzeug bringen. Wie die künftigen elektrischen Antriebe aussehen, nimmt die eAchse vorweg, eine kompakte und kostengünstige Lösung. Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe sind hier zu einer kompakten Einheit kombiniert, die unmittelbar die Fahrzeugachse antreibt. Dies soll die bisherige Komplexität des E-Antriebs reduzieren, so Bosch.

Laut dem Zulieferer bietet das Systemdesign das Potenzial, auch die Entwicklungszeiten von E-Fahrzeugen zu verkürzen. Die eAchse ist variabel aufgebaut: Mit ihrer von 50 bis 300 Kilowatt skalierbaren Leistung kann sie in kleine Pkw, SUV und sogar in leichte Nutzfahrzeuge eingebaut werden. Der hohe Gesamtwirkungsgrad resultiere zum einen aus der kontinuierlichen Optimierung von Elektromotor und Leistungselektronik, zum anderen aus der Reduktion von Schnittstellen und Bauteilen wie Hochvoltkabel, Stecker und Kühlkomponenten, heißt es. Damit könne man mit der Bosch eAchse prinzipiell mit der gleichen Batteriekapazität weiter fahren. Um eine schnelle und globale Verfügbarkeit zu garantieren, hat man für die eAchse ein flexibles und weltweit einsatzbereites Fertigungskonzept entwickelt.

Bosch over-the-air Updates
Over-the-air Software Updates: Fahrzeugsoftware auf neuestem Stand halten und Funktionen wie etwa Automated Valet Parking freischalten. Bild: Bosch

Ab 2020 könnten Autos mit Bosch-Technik hochautomatisiert (SAE-Level 3) über die Autobahn fahren. Parallel dazu arbeitet man gemeinsam mit Daimler am vollautomatisierten (Level 4) und fahrerlosen (Level 5) Fahren in der Stadt. Das Bremsen der Zukunft zeigt der Systemlieferant in Form des iBooster2 für Hybride und E-Autos, der eng mit dem ESP zusammenwirkt. Eine cloud-basierte Reibwertkarte ermittelt mithilfe der Sensoren des ESP Informationen zur Fahrbahnbeschaffenheit. Zudem zeigen die Bosch-Experten das Community-based Parking, das Echtzeitinfos zu passenden Parklücken auf der Route liefert.

Unter anderen Neuentwicklungen wie etwa einer vorausschauenden Fahrzeugdiagnose oder einem blendfreien Kombiinstrument in Full-HD-Auflösung wird Bosch auch ein Demofahrzeug zeigen, in dem man smarte Mobilitätsdienste demonstriert. Kern ist die Bosch Automotive Cloud Suite. Aus dem Reich des klassischen Antriebs zeigt man Fortschritte bei 48-Volt-Systemen wie auch die Kombination der Benzin-Direkteinspritzung mit der Benzin-Saugrohreinspritzung. Die neue Needle Closing Control (NCC) Technologie für Diesel kann die Einspritzdauer von Kraftstoff im realen Fahrbetrieb mit einer Auflösung weniger Millionstel Sekunden exakt erfassen und regeln und so den Selbstzünder weiter beflügeln.

Bosch wird seine Entwicklungen während der IAA in Halle 8.0 am Stand A03 ausstellen.