Bosch Industrie 4.0

Bosch plant jährlich eine Milliarde Euro Umsatz mit vernetzten Systemen für Fertigung und Logistik. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren daran, Produktion und Logistik zu vernetzen. Bild: Bosch

| von Götz Fuchslocher

Bosch wird auf der diesjährigen Hannover Messe die Fabrik der Zukunft thematisieren. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es dazu: "Autonome Transportfahrzeuge liefern Komponenten zu digitalen Arbeitsplätzen, Robotik-Lösungen unterstützen Mitarbeiter bei der Fertigung, die Qualitätsprüfung erfolgt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI)." Die Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen verlaufe dank 5G reibungslos und nahezu in Echtzeit, heißt es weiter. Früh habe man das Potenzial von Industrie 4.0 erkannt, der Bereich Industrietechnik wachse kräftig. Laut vorläufiger Geschäftszahlen habe der Bereich im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent zugelegt. Wechselkursbereinigt habe das Wachstum elf Prozent betragen, die Erlöse seien auf 7,4 Milliarden Euro gestiegen, hört man vom Unternehmen.

Schlüsselrollen spielen KI und 5G

Mit einem autonomen Transportsystem steigt Bosch in die Intralogistik ein. Auf der Hannover Messe präsentiert Bosch Rexroth ein autonomes Transportfahrzeug "ActiveShuttle", das Materialien vom Lager in die Produktion direkt dorthin befördert, wo die Komponenten benötigt werden. Im Bereich Software und Services in der Industrie 4.0 zeigt die Geschäftseinheit Bosch Connected Industry ihre Kompetenzen unter dem Namen "Nexeed". Die Geschäftseinheit unterstützt ihre Kunden laut Bosch dabei, Transporte zu überwachen, Produkte effizient und rasch zu fertigen und diese rechtzeitig und sicher auszuliefern. KI sei eine Schlüsseltechnologie. Man habe es sich daher zum Ziel gesetzt, dass bis Mitte der kommenden Dekade alle Bosch-Produkte entweder über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt und produziert werden, so Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. In Hannover stellt das Unternehmen dazu "ViPAS" vor, ein KI-basiertes System zur visuellen Qualitätskontrolle. Zentrale Bedeutung für Industrie 4.0-Anwendungen spiele der neue Mobilfunkstandard 5G. Um diesen neuen Mobilfunkstandard von Beginn an industriefähig zu gestalten, habe Bosch den Vorsitz in der 2018 gegründeten Initiative 5G-ACIA übernommen, heißt es. Noch in diesem Jahr plane man, 5G in den eigenen Werken zu testen. Auf der Hannover Messe will Bosch die Vorteile gemeinsam mit den Partnern Nokia, Qualcomm und BigRep präsentieren.