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Durch die Wachstumsdelle auf dem großen chinesischen Markt, die Handelsstreitigkeit zwischen den USA, China und der EU sowie durch die technologische Entwicklung weg vom herkömmlichen Verbrennungsmotor steht auch Schaeffler stark unter Druck. Bild: Schaeffler

Die Pläne des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler zum Personalabbau sind auf Kritik der Gewerkschaft IG Metall gestoßen. Die Gewerkschaft forderte die Unternehmensführung auf, die Pläne zum Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland zu konkretisieren sowie Alternativen zu prüfen, heißt es in einer am Dienstag (15. Oktober 2019) veröffentlichten Mitteilung der IG Metall.

"Auftragslage, Ertrag und Beschäftigung entwickeln sich bei Schaeffler in der Sparte Industrie aktuell positiv. Angespannt ist die Situation in der Sparte Automotive", sagte der bayerische IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn. "Wir akzeptieren nicht, dass Schaeffler in dieser Lage Produktion in Billiglohnländer verlagern und gleichzeitig vor Ort Stellen abbauen will."

Schaeffler hatte vor wenigen Tagen angekündigt, das Unternehmen wolle 1300 Stellen in Deutschland abbauen. Dabei solle das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit gelten - demnach müssen der betroffene Beschäftigte und das Unternehmen einverstanden sein. Die Maßnahme ist nach den Worten einer Unternehmenssprecherin Teil eines bereits im März beschlossenen, umfangreichen Programmes, mit dem Schaeffler den aktuellen Problemen vor allem in der Automobil-Zuliefererbranche begegnen will.

Durch die Wachstumsdelle auf dem großen chinesischen Markt, die Handelsstreitigkeit zwischen den USA, China und der EU sowie durch die technologische Entwicklung weg vom herkömmlichen Verbrennungsmotor steht die Branche stark unter Druck.