Neues Entwicklungszentrum von Infineon in Dresden

Mittelfristig soll das neue Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden insgesamt rund 250 Mitarbeiter beschäftigen. Bild: Infineon

| von Christian Klein

Die Modellierung komplexer Systeme und die Entwicklung hochintegrierter Produkte soll neben Chip-Design zu den Kernaufgaben des neuen Entwicklungszentrums gehören. In einer ersten Phase plant Infineon, dort etwa 100 zusätzliche neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mittelfristig soll das neue Entwicklungszentrum insgesamt rund 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Automotive ist der größte Geschäftsbereich von Infineon: Halbleiter für die Automobilindustrie erzielen 42 Prozent des Konzernumsatzes. Durch die Entwicklung hin zu elektrisch angetriebenen, vernetzten und zunehmend eigenständig fahrenden Autos erwartet Infineon in den kommenden Jahren deutliche Wachstumsimpulse.

In Dresden unterhält Infineon bereits einen der größten und modernsten Standorte des Konzerns für Entwicklung von Wafer-Technologien und Fertigungsprozessen sowie eine hochautomatisierte Produktion. 2.200 Mitarbeiter erforschen und entwickeln hier Technologien für Mikrocontroller, Sensoren und Leistungshalbleiter und fertigen Chips – unter anderem für die Automobilindustrie. Für das komplexe Zusammenspiel von Halbleitern in technisch immer anspruchsvolleren Autos gewinnt die Systemintegration an Bedeutung.

„Mikroelektronik sorgt für rund 90 Prozent aller Innovationen im Auto. Halbleiter machen Elektromobilität und autonomes Fahren überhaupt erst möglich. Diese Trends sind wichtige Wachstumstreiber für Infineon“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. „Bei der zunehmenden Vernetzung von Verkehrssystemen spielen Algorithmen, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge eine zentrale Rolle. Auch mit diesen Themen wird sich das neue Entwicklungszentrum intensiv beschäftigen.“

Mathias Kamolz, Geschäftsführer der Infineon Technologies Dresden GmbH, fühlt sich politisch gut flankiert: „Die sächsische Staatsregierung bietet uns am Wirtschaftsstandort Dresden ideale Rahmenbedingungen“, sagt er. „In Sachsen steht uns außerdem ein breites Netzwerk aus Zulieferern, Hochschulen, Forschungsinstituten und öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung.“