Infineon Halbleiter

Infineon plant weiteres Wachstum für 2018/2019: Das Unternehmen starte mit "gut gefüllten Auftragsbüchern", erklärte Infineon-Chef Ploss. Aktuell profitiert Infineon auch im Schlussquartal von einer robusten Halbleiternachfrage gerade aus der Automobilindustrie: Bild: Infineon

Erhöhte Rückstellungen in Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda haben dem Halbleiterhersteller Infineon das Ergebnis im vierten Quartal verdorben. Der Konzernüberschuss sank in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf 141 Mio Euro, wie das Unternehmen am Montag (12. November 2018) in Neubiberg mitteilte. Im fortgeführten Geschäft konnte Infineon den Gewinn von 177 Mio auf 300 Mio Euro steigern. Die gestiegenen Rückstellungen stehen in Verbindung mit einer Klage des Insolvenzverwalters von Qimonda.

Abseits dessen profitierte Infineon auch im Schlussquartal von einer robusten Halbleiternachfrage. Der Umsatz stieg um 12 % auf 2 Mrd Euro. Das operative Ergebnis (Segmentergebnis) nahm um mehr als ein Fünftel auf 400 Mio Euro zu, die entsprechende Marge stieg von 18 auf 19,5 %. Für das neue Geschäftsjahr 2018/19 (per 30. September) kündigte Infineon weiteres Wachstum an, das Geschäft mit Halbleitern für die Automobilindustrie soll dabei überdurchschnittlich zulegen. Das Unternehmen starte mit "gut gefüllten Auftragsbüchern", erklärte Infineon-Chef Reinhard Ploss. Für das typischerweise schwache erste Quartal erwartet der Konzern einen Umsatzrückgang.