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Mitec stellt unter anderem Teile her, die Motorengeräusche dämpfen. Nach Schätzungen werden nur noch einige Hundert Mitarbeiter beschäftigt - darunter auch im Werk in Krauthausen. Bild: Mitec

Der insolvente Eisenacher Automobilzulieferer Mitec AG hält seinen Produktionsbetrieb weiter aufrecht und hat jetzt einen Investor im Blick. Die Produktion sei dank der Unterstützung von großen Kunden möglich, teilte das Unternehmen am Sonntag (13. Oktober 2019) auf Anfrage mit.

Über den Stand des Insolvenzverfahrens und nötiger Sanierungsschritte wurde die Belegschaft nach Mitec-Angaben bei einer Betriebsversammlung am Samstag (12.Oktober 2019) informiert. Mitec war im vergangenen Jahr in finanzielle Schieflage geraten und hatte Insolvenzantrag gestellt. Wegen der Unsicherheit am Automobilmarkt werde die Unterstützung der Kunden jedoch stets nur befristet gewährt, teilte Mitec mit. Positive Signale gebe es nach Zeiten des Stillstandes inzwischen wieder bei der Investorensuche.

"Aktuell finden intensive Verhandlungen mit einem möglichen, potenten Investor statt", so das Management. Es seien noch einige Verhandlungspunkte offen, aber die Gespräche seien auf die Zielgerade abgebogen. Zum Interessenten wurden keine Angaben gemacht. Aber auch bei seinem Einstieg sei weiterer Stellenabbau nicht zu vermeiden. Das Management sprach von "einer deutlichen Reduktion der Mitarbeiterzahl". Zur Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze wurden keine Angaben gemacht.