Weber-Automotive_Headquarter_Ardian

Die Investmentgesellschaft Ardian hat jetzt die Mehrheitsanteile am Zulieferer Weber Automotive übernommen. Mit dem neuen Investor will das Unternehmen weiter wachsen. Bild: Weber Automotive

Der 1969 in Markdorf am Bodensee gegründete Zulieferer mit Schwerpunkt auf der Komplettbearbeitung von komplexen Antriebskomponenten, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. So vervielfachte sich der Umsatz von 75 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 300 Millionen im vergangenen Jahr. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen an sechs Standorten in Deutschland, der USA und Ungarn mehr als 1.300 Mitarbeiter.

Grundlage für das starke  und profitable  war die Entwicklung des Unternehmens vom Komponenten- zum Systemlieferanten für die Fahrzeugindustrie. Während Weber Automotive früher einzelne Bauteile lieferte, bearbeitet das Unternehmen heute vor allem Motor- und Getriebekomponenten und montiert komplette Systeme.

Mit Unterstützung von Ardian als internationalem und kapitalstarkem Partner plant das Management die führende Position von Weber Automotive als Zulieferer der Fahrzeugindustrie auszubauen. Dazu sollen vor allem Investitionen in den Entwicklungs-, Bearbeitungs- und Fertigungstechnologien erhöht werden; ausgebaut werden soll aber auch die Produktionskapazität in Deutschland, den USA und Asien. Daniel Weber, Geschäftsführer von Weber Automotive, sagt dazu: „Für uns war es wichtig, einen langfristig orientierten und verantwortungsvollen Beteiligungspartner  mit umfassender Automotive-Erfahrung zu finden.“ Das sei bei Ardian der Fall. Wolfgang Pietzsch, Managing Director im Midcap-Buyout-Team der Investmentgesellschaft bezeichnete Weber Automotive als „hervorragend positioniertes Unternehmen in einem hochdynamischen Marktsegment“.

Die Merheitsbeteiligung wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung durchgeführt, die sowohl von Ardian als auch der Gründerfamilie gezeichnet wird. Die Gründerfamilie Weber bleibe „signifikant“ am Unternehmen beteiligt bleiben und werde zusammen mit dem bestehenden Management die weitere Entwicklung mit voran treiben, heißt es in einer Pressemitteilung.