VDA, Bernd Gottschalk
Beurteilt exklusiv für AUTOMOBIL PRODUKTION die Lage führender Zulieferer: Professor Dr. Bernd Gottschalk, Geschäftsführer AutoValue und ehemals VDA-Präsident. Bild: VDA

"Die Kette lebt." Diese Mutmacher-Botschaft, die der iwis-Forschungschef kürzlich verbreitete, drückt Vieles aus: Zu allererst die Überzeugung von iwis, dass der Wettkampf "Kette gegen Riemen" in der Antriebswelt mitnichten einen Sieger und einen Verlierer hat. Bauraum-Optimierung spricht für die Steuerkette, Reibungsarmut für den Zahnriemen; neue Beschichtungen bringen die Kette wiederum bei der Reibung und der Lebensdauer voran, et cetera. Der Kampf bleibt offen und für beide gilt, dass Innovationen am besten dazu beitragen, eine Technik, von der man überzeugt ist, weiter zu verbessern. Aber klar ist auch: Der Trend zu kettengetriebenen Motoren lebt.

Für iwis sagt der Satz aber noch mehr: Er knüpft an die bald 100-jährige Tradition an, die mit der Fahrradkette begann und seitdem eine beeindruckende Breite der Anwendung, eine Vielfalt unterschiedlichster Kunden und eine globale Präsenz  bei iwis erfahren hat, die für ein Familienunternehmen dieser Größenordnung alles andere als selbstverständlich ist.

Der Slogan "Wir bewegen die Welt" ist insofern keine Übertreibung, zu der das Unternehmen ohnehin nicht neigt. Anlass für Stolz aber gäbe es genug: Die vierte Generation Winklhofer ist inzwischen am Steuer, der Automatisierungsgrad in der Fertigung, mit dem man täglich 70 000 Meter Automobilkette aus 35 Millionen Einzelteilen produziert, das Qualitätsmanagement, die Präzision sind beeindruckend, die Auszeichnungen für Innovationen oder als vorbildlicher Arbeitgeber – das alles ist höchst bemerkenswert.

Hinter dieser Entwicklung steht eine Familie, die einer "Philosophie" folgt, die sie in zehn Geboten der eigenen Unternehmensführung zum Maßstab des Handelns macht. Darin findet sich zum Beispiel der Grundsatz, nicht jedes Geschäft machen zu müssen. Das spricht für einen eigenen klaren Weg, und das ist es auch, was am ehesten die Margen sichern hilft und damit die Grundlage für den Erhalt der Unabhängigkeit in Familienhand legt. Das zehnte Gebot heißt übrigens: "Geduld". Auch das will gelernt sein. Es hat iwis aber nicht davon abgehalten, in der Antriebstechnologie eine wahrlich "treibende Kraft" zu werden.

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