Joyson und Preh bündeln Connectivity- und Infotainment-Aktivitäten

Die Bereiche Car Infotainment, Fahrzeugvernetzung und Telematik sind Kernkompetenzen der Preh Car Connect GmbH (PCC). Die Produktlösungen werden im PCC-Entwicklungszentrum in Dresden entwickelt, die Produktion erfolgt in den beiden Werken in Dippach (Thüringen) und Oborniki (Polen). Bild: Preh

| von Christian Klein

Die Preh GmbH (Bad Neustadt a.d. Saale), die mit der strategischen Neuformation ihre bisherige Dresdener Tochtergesellschaft Preh Car Connect GmbH (PCC) abgibt, soll sich auf ihre angestammten Geschäftsfelder HMI und E-Mobility konzentrieren, in denen sie nach eigenen Angaben ebenfalls ein dynamisches Wachstum verzeichnet.

Mit der Bildung einer eigenständigen Gesellschaft für Connectivity und Infotainment nimmt die Joyson-Unternehmensgruppe eine Neujustierung ihrer Aufstellung vor, um in einem zunehmend schwierigen Branchenumfeld die Wachstumschancen in China besser nutzen zu können.

Der chinesische Markt ist bereits jetzt von großer Bedeutung für PCC und auch für die Zukunft erkennen die Verantwortlichen „großes Potenzial für Neugeschäft“. Die Preh GmbH soll sich den Plänen zufolge neben dem Wachstum im klassischen HMI-Bereich zunehmend auf den dynamisch wachsenden Markt für Elektromobilität konzentrieren, wo das Unternehmen zuletzt große Erfolge erzielte.

„Das starke Wachstum in den vergangenen vier Jahren hat bei Preh und PCC eine Konzentration auf das jeweilige Kerngeschäft erfordert, sodass nur wenig Raum für gemeinsame Projekte geblieben ist. Mit der neuen Aufstellung können sich beide Unternehmensbereiche nun vollständig auf das eigene Wachstum konzentrieren“, erklärt Dr. Michael Roesnick, der zurzeit Interims-CEO der Preh GmbH ist und den erkrankten Christoph Hummel vertritt.

Die Geschäftsführung der neuen Division JCC (Joyson Car Connect) setzt sich zur Hälfte aus PCC und JPCC Managern zusammen. Stavros Mitrakis, bisher Geschäftsführer von Preh Car Connect, agiert als Co-CEO neben CEO Yuan „Kevin“ Liu.

„Die deutsche PCC wird innerhalb der neuen Division der technologische Taktgeber sein und neben ihrem angestammten Geschäft in Europa das Wachstum in China forcieren. Dabei können wir von dem hervorragenden Marktzugang unserer chinesischen Kolleginnen und Kollegen profitieren. Somit schaffen wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, erklärt PCC CEO Mitrakis.

Alle Beschäftigten an den Standorten Dresden und Oborniki (Polen) werden im Zuge der Zusammenlegung zu Joyson Car Connect Mitarbeitern. Erst kürzlich wurde das ehemalige PCC Werk Dippach an die Preh GmbH angegliedert, um den hohen Fertigungsbedarf im Bereich HMI sicherzustellen.