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Eberspächer hat sich den Kartellbehörden zufolge unerlaubt bei Preisen für Standheizungen und Zuheizer mit seinem Konkurrenten Webasto abgesprochen. Bild: Eberspächer

Das Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen bei Stuttgart verzeichnete ein Minus von 29,2 Millionen Euro, wie der Abgas- und Klimaanlagenspezialist am Donnerstag mitteilte.

Im vergangenen Jahr hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Kartellstrafe verhängt, weil der Mittelständler mehr als zehn Jahre lang mit seinem bayerischen Wettbewerber Webasto abgesprochen hatte, sich gegenseitig keine Konkurrenz zu machen. Beide Unternehmen hätten sich bei Preisen für Standheizungen und Zuheizer abgestimmt und diese somit künstlich hoch gehalten. Die Schwaben waren zugleich im Visier der US-Behörden.

Die einmaligen Sondereffekte im Zusammenhang mit Kartellverfahren bezifferte der Mittelständler auf 86,2 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet Eberspächer wieder schwarze Zahlen. Eine konkrete Prognose wurde aber nicht veröffentlicht.

Das Unternehmen mit 8600 Mitarbeitern steigerte im vergangenen Jahr die Erlöse um 21,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte von 57,7 auf 126,4 Millionen Euro zu.