Am seinem US-Standort Lansing fertigt Kirchhoff Teile für den Chevrolet Camaro.

Am seinem US-Standort Lansing fertigt Kirchhoff Teile für den Chevrolet Camaro.

In den Vereinigten Staaten hat Kirchhoff Automotive das Werk in Manchester umfangreich erweitert, im Werk Dallas die Produktion gestartet und mit der offiziellen Eröffnung am US-Standort Lansing im Dezember 2014 das 30. Kirchhoff Automotive Werk in Betrieb genommen. In China betreibt das Iserlohner Familienunternehmen mit seinem neuen Werk in Shenyang, nördlich von Peking nun drei Produktionsstandorte im größten Automobilmarkt der Welt. Aber auch in den europäischen Werken in Attendorn und Iserlohn sowie in Portugal, Ungarn und Polen wurde kräftig investiert, um aktuelle und künftige umfangreiche Neuanläufe bewältigen zu können. Auch im polnischen Mielec sind dazu bereits größere Erweiterungsmaßnahmen angelaufen.

Wie Kirchhoff Automotive mitteilt, verzeichnet das Unternehmen in Europa trotz konjunkturbedingter Verschiebungen einiger Fahrzeuganläufe ein Wachstum von etwa vier Prozent. Im NAFTA-Raum konnten die Erlöse wechselkursbereinigt um fünf bis sechs Prozent gesteigert werden. Kirchhoff Automotive lieferte Teile sowohl für die zahlreichen Anläufe amerikanischer OEMs als auch für Fahrzeuge deutscher Hersteller, die zunehmend in Mexiko für den nordamerikanischen Markt produzieren.

Den amerikanischen Markt sieht Kirchhoff als „eine Riesenchance“, für weiteres Wachstum – schließlich haben die deutschen Fahrzeughersteller bisher nur einen Anteil von acht Prozent an den Neuzulassungen. Kirchhoff Automotive will daher seine Akquise-Bemühungen insbesondere bei Audi, BMW und Daimler in den USA weiter verstärken.
Insgesamt wird Kirchhoff Automotive in diesem Jahr ein leichtes Umsatzwachstum auf 1,205 Milliarden Euro (Vorjahr 1,19 Milliarden Euro) mit 8.400 Beschäftigen realisieren. Wie aus den vorgelegten Zahlen hervorgeht, hatte Kirchhoff für 2014 eine Umsatz-Planzahl von 1,220 Milliarden Euro angepeilt.

Für 2015 sind Investitionen von 90 Millionen Euro geplant. Davon fließt ein großer Teil in den Ausbau der nordamerikanischen Produktionsstätten, wie z.B. das neue Werk in Lansing, in dem Produkte für den Chevrolet Camaro gefertigt werden. In Europa sind für 2015 Investitionen in eine neue Transferpresse sowie weitere Anlagen in Polen geplant. Zwei neue Schweißanlagen mit vollautomatisierter Entnahme der Fertigteile werden für ein großes Kundenprojekt in Attendorn aufgebaut. In Iserlohn entsteht zurzeit eine neue 2.500 Quadratmeter große Fertigungshalle für Laserschneidanlagen. Hier können ab Februar 2015 warmumgeformte Teile beschnitten werden.

Christian Klein

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