Firmenzentrale von Knorr-Bremse in München.

Knorr-Bremse erklärte, das Unternehmen habe sich einen anderen Ausgang gewünscht. Bild: Knorr

Knorr-Bremse hatte die Frist wegen der Kartellprüfung der EU-Kommission bis Anfang Februar verlängern wollen. Dies sei jedoch mit den schwedischen Übernahmeregelungen nicht vereinbar, so die Börsenaufsicht. Haldex begrüßte die Entscheidung.

Knorr-Bremse erklärte am Morgen, das Unternehmen habe sich einen anderen Ausgang gewünscht. Ein Abschluss des Angebots innerhalb der laufenden Frist sei nicht möglich, teilte die Gesellschaft dann am Abend mit. Der Konzern prüfe, ob das Kartellfreigabeverfahren fortgesetzt werden könne. "Die Entscheidung der SSC, die Angebotsfrist nicht zu verlängern, ist schwer nachzuvollziehen, da die Aktionäre ausdrücklich ihre weitere Unterstützung für unser Angebot zum Ausdruck gebracht haben", sagte Knorr-Bremse-Chef Klaus Deller. Die Entscheidung werde man dennoch respektieren.

Knorr-Bremse will 125 schwedische Kronen je Aktie und damit umgerechnet insgesamt rund 582 Millionen Euro für die Schweden bezahlen. Die Freigabe der Behörden gestaltet sich jedoch schwierig, mehrfach hat Knorr-Bremse daher bereits die Angebotsfrist verlängert. Zuletzt hatten die Münchner die Verlängerung bis Februar 2018 beantragt. Im Herbst vergangenen Jahres hatten sie mit ihrem Angebot den Autozulieferer ZF Friedrichshafen ausgestochen, der rund ein Fünftel an Haldex besitzt.