Thyssenkrupp Zulieferer

ThyssenKrupp soll in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Bild: Thyssenkrupp

Die Krupp-Stiftung als Großaktionär von Thyssenkrupp hat die beschlossene Aufspaltung des Industriekonzerns begrüßt. "Dieser Vorschlag besitzt eine überzeugende industrielle Logik", sagte die Stiftungsvorsitzende Ursula Gather, die Mitglied im Aufsichtsrat des Dax-Unternehmens ist. Der Plan des zum Vorstandsvorsitzenden berufenen Guido Kerkhoff habe "die volle Unterstützung des Aufsichtsrates".

Demnach soll der kriselnde Konzern in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Auf der einen Seite soll die Thyssenkrupp Materials AG den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen Thyssenkrupp Industrials AG soll etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

"Die Stiftung steht voll hinter dem aktiven Vorstand und befürwortet eine konsequente Umsetzung der Vorschläge unter Führung von Guido Kerkhoff als CEO", sagte Gather. "Herr Kerkhoff zeigt den Willen und die Fähigkeit, das Unternehmen strategisch neu auszurichten." Mit dem schwedischen Fonds Cevian hatte bereits ein anderer Großaktionär Zustimmung zu dem Vorhaben signalisiert, das der Aufsichtsrat am Sonntag (30. September 2018) in Essen beschlossen hatte. Die endgültige Entscheidung soll jedoch eine Hauptversammlung voraussichtlich erst im Jahr 2020 treffen.