Wird Kuka doch nicht chinesisch? Bild: Kuka

Wird Kuka doch nicht chinesisch? Bild: Kuka

"Wenn sich aufgrund der Anstrengungen seitens der Politik neue Optionen ergeben sollten, dann werden wir diese genauso ergebnisoffen prüfen wie das Angebot von Midea", erklärte Kuka-Chef Till Reuter im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) sucht derweil nach einer europäischen Lösung. Reuter sagte, Kuka sei mit allen Stakeholdern, also der Bundes- und Landesregierung, den Kunden, Aktionären und Arbeitgebervertretern in gutem Kontakt.

Zugleich versuchte Reuter Bedenken gegen eine chinesische Übernahme zu zerstreuen. "Kuka ist eine deutsche Firma und wir bleiben eine deutsche Firma", sagte Reuter. Die Datensicherheit sei ein zentrales Anliegen von Kuka. "Die Daten unserer Kunden bekommt niemand, unabhängig von der Aktionärsstruktur."

Reuter unterstrich die Bedeutung des chinesischen Marktes für Kuka: "China ist entscheidend, weil es bereits heute der größte Robotermarkt ist." Kukas Ziel sei es, in China 1 Milliarde Euro Umsatz zu erwirtschaften und dort Nummer Eins der Branche zu werden. Daneben erklärte Reuter, er wolle seinen bis 2020 laufenden Vertrag erfüllen.