Kuka Roboter Autoproduktion

Die Auftragsbücher von Kuka sind prall gefüllt. Bild: Kuka

Ohne Swisslog wäre Kuka auf ein Plus von knapp 12 Prozent gekommen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank durch Sondereffekte im Zuge der Übernahme.

Die Auftragsbücher füllten sich noch einmal ordentlich: Um 44,5 Prozent kletterte der Auftragseingang im vierten Quartal. Trotzdem blieb Kuka damit leicht unter den Erwartungen von Analysten. Alexander Hauenstein von der DZ Bank beobachtete vor allem im Geschäftsbereich Systems, dass die Bestellungen schwächer waren als erwartet. Systems liefert nicht nur einzelne Roboter aus, sondern plant und richtet umfangreichere Fertigungsanlagen ein. Die Kuka-Aktie legte am Vormittag um rund zwei Prozent zu.

Kuka hatte im August 2015 die Jahresziele erhöht. Beim Umsatz übertraf das Unternehmen nun die damals gesteckten Ziele leicht, das Ergebnis bewegte sich am unteren Ende des Prognoserahmens. Nach dem im vergangenen Jahr erstmals aufgestellten Fünf-Jahres-Plan will das Unternehmen bis 2020 den Umsatz auf 4 bis 4,5 Milliarden Euro erhöhen. Der Ende 2014 übernommene Logistiktechniker Swisslog soll die Augsburger unabhängiger von der Automobilindustrie machen. Die Schweizer bauen unter anderem Rohrpostsysteme für Krankenhäuser, planen aber auch automatische Logistiksysteme für die Lagerhaltung.

Die Mitarbeiterzahl im Kuka-Konzern lag bei 12.300. Auf Swisslog entfallen rund 2.550 Beschäftigte. Detaillierte Zahlen einschließlich des Nettogewinns und einen Ausblick auf 2016 will Kuka am 22. März vorlegen.