Loeni Kabelloser Schalter

Leoni leidet wie viele andere Zulieferer erheblich unter der Flaute der globalen Automärkte. Bild: Leoni

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, soll der erfahrene Berater Hans-Joachim Ziems Leoni vorübergehend zur Seite stehen, um wieder in die Spur zu kommen. Dies auch vor dem Hintergrund, um Banken und Kreditversicherer zu beruhigen, wie das Blatt schreibt.

Am Montag sollen sich demnach rund 60 Vertreter des Unternehmens, von Banken und Kreditversicherern zu einer Krisensitzung in Frankfurt getroffen haben. Die Liquiditätsrechnung eines Wirtschaftsprüfers habe zuvor auf eine angespannte Finanzlage bei Leoni hingedeutet, wie die Wiwo weiter berichtet. Allerdings hätten die Befürchtungen bei dem Treffen ausgeräumt werden können, da der Prüfer Finanzmittel von Leonis Auslandstöchtern nicht einbezogen haben soll.

Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Bericht auf Nachfrage nicht weiter kommentieren, bestätigte allerdings, dass Leoni konstruktive Gespräche mit seinen Kreditgebern führe. Das Unternehmen sei mit Unterstützung seiner Kreditgeber weiterhin auf gutem Weg, das volle Potenzial seines Performance- und Strategieprogramms zu erschließen.

Leoni leidet wie viele andere Zulieferer erheblich unter der Flaute der globalen Automärkte und hat zudem mit verschiedenen hausgemachten Problemen zu kämpfen. Der Konzern befindet sich mitten im Umbau und will sich im Zuge dessen von seiner Sparte zur Produktion von Drähten, Kabeln und Verbindungslösungen (WCS) zumindest teilweise trennen. Neben einem kompletten Verkauf der Kabelsparte kommen auch ein Anteilsverkauf oder ein Börsengang des Segments in Betracht. Künftig will sich das Unternehmen auf die Weiterentwicklung des zwar deutlich größeren, aber zuletzt klar defizitären Bordnetzbereichs konzentrieren.