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Bereits in den ersten beiden Quartalen hatte Leoni Verluste eingefahren. Sowohl die Kabel- als auch die Bordnetzsparte waren von den anhaltenden Problemen betroffen. Bild: Leoni

| von Tino Böhler

Für den angeschlagenen Kabel- und Bordnetzspezialisten Leoni bleibt die Lage prekär. Im dritten Quartal litt der Zulieferer weiter unter der anhaltenden Schwäche der globalen Automärkte und rutschte erneut tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Minus von 88 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 23 Mio Euro erwirtschaftet wurde, wie das SDax-Unternehmen am Mittwoch (13. November 2019) in Nürnberg mitteilte. Bereits in den ersten beiden Quartalen hatte Leoni Verluste eingefahren.

Sowohl die Kabel- als auch die Bordnetzsparte waren von den anhaltenden Problemen betroffen. Während der Umsatz um 4,2 % auf rund 1,16 Mrd Euro sank, lag der Verlust vor Zinsen und Steuern bei 67 Mio Euro. Im Vorjahr hatte Leoni noch einen operativen Gewinn von 38 Millionen Euro eingefahren. Der freie Barmittelzufluss (Free Cashflow) war im dritten Quartal mit minus 12 Mio Euro zwar weiter negativ, verbesserte sich damit aber deutlich.

Die Prognose bestätigte Leoni. Für das Gesamtjahr geht das mitten im Umbau steckende Unternehmen weiter davon aus, dass der Umsatz moderat unter dem des Vorjahres liegen wird. Das Konzern-Ebit vor Sondereffekten soll sich auf einen bis zu mittleren zweistelligen negativen Millionenbetrag belaufen.