Leoni-Kabel für Bordnetze

Leoni-Kabel für Bordnetze: Die Bordnetz-Sparte hatte dem Zulieferer zuletzt Schwierigkeiten gemacht. Bild: Leoni

Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte in den ersten sechs Monaten rund 62 Millionen Euro erreichen. In diesem Wert seien Aufwendungen für Restrukturierungen von rund 21 Millionen Euro enthalten. Darum bereinigt rechnet das im MDAX notierte Unternehmen mit einem EBIT von rund 83 Millionen Euro. Neben operativen Verbesserungen hätten auch positive Sondereffekte, im Wesentlichen aus Währungsveränderungen und der Auflösung von Rückstellungen, "zum Übertreffen der Markterwartungen" beigetragen. Den Umsatz sieht das Unternehmen im Halbjahr bei circa 2,24 Milliarden Euro.

Das EBIT im zweiten Quartal belaufe sich auf rund 38 Millionen Euro, um Restrukturierungskosten bereinigt auf circa 56 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum hatte Leoni im Halbjahr noch ein EBIT von 85,5 Millionen Euro und einen Umsatz von 2,26 Milliarden Euro erzielt. Im zweiten Quartal 2015 waren es operativ 50,4 Millionen Euro bei Erlösen von 1,16 Milliarden Euro.

 

Für das zweite Halbjahr geht Leoni davon aus, einen saisonal bedingt leicht niedrigeren Umsatz als in der ersten Jahreshälfte zu generieren. Im weiteren Jahresverlauf seien keine Sondereffekte in vergleichbarem Umfang zu erwarten. Daher belasse Leoni die "nunmehr eher als konservativ einzuschätzende" Jahresprognose für das EBIT unverändert bei 105 Millionen Euro. Darin seien Restrukturierungsaufwendungen von 30 Millionen Euro enthalten.

Leoni hatte im vergangenen Herbst die Prognose für 2015 sowie auch die Mittelfrist-Ziele für 2016 gekappt. Schwierigkeiten hatte dem Unternehmen das Geschäft mit Bordnetzen gemacht, also der Komplettverkabelung von Autos.

Die Leoni-Aktie, die bereits in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt hat, verteuert sich in Reaktion auf die vorläufigen Geschäftszahlen und den Ausblick um 5,5 Prozent auf 31,55 Euro.