Leoni

Weil er Opfer eines großangelegten Internetbetrugs mit einem Schaden von 40 Mio Euro wurde, musste der Automobilzulieferer Leoni im vergangenen Jahr seine Progonse deutlich zurücknehmen. Bild: Leoni

Nach vorläufigen Zahlen brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar auf 78 Millionen Euro ein, von 151,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Leoni hatte aber selbst nur ein EBIT von 65 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

In dem Ergebnis enthalten waren Belastungen in Höhe von ca. 30 Millionen Euro für Restrukturierung und rund 40 Millionen Euro aus dem Betrugsfall. Bereinigt um Sondereinflüsse habe sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich spürbar verbessert, hieß es.

Der Kabel- und Bordnetzhersteller hatte Mitte August bekanntgegeben, Opfer eines Internetbetrugs geworden zu sein, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge sei der Betrag von rund 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen.

Der vorläufige Umsatz ging 2016 wie erwartet auf rund 4,4 Milliarden Euro zurück, von 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Wegen Wertberichtigungen auf latente Steuern und der steuerlichen Auswirkung des Verlusts aus dem Betrugsfall verbleibt nach vorläufigen Berechnungen ein Jahresüberschuss von rund 10 Millionen Euro. Im Jahr 2015 hatte der Kabel- und Bordnetzhersteller unter dem Strich noch 77,3 Millionen Euro verdient.

Die endgültigen Jahreszahlen und eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht das Unternehmen am 23. März 2017.

Die Top 10 der deutschen Automobilzulieferer

  • Eberspächer Logo

    Platz 10 unter den deutschen Top 10: Eberspächer. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Zulieferer um zwei Plätze nach oben arbeiten - von Rang 57 auf 55 im Gesamtranking. Bild: Eberspächer

  • Hella Hauptsitz

    Platz 9: Hella. Im Gesamtranking auf Platz 43, ist der Lippstädter Zulieferer von Platz 40 auf Platz 43 leicht abgerutscht. Bild: Hella

  • Brose Coburg

    Platz 8: Brose. Die Coburger verbesserten sich im Top 100-Ranking von Platz 43 auf Platz 37 in diesem Jahr. Bild: Wikipedia

  • Hauptquartier ThyssenKrupp

    Platz 7: ThyssenKrupp. Die Automobilzulieferer-Sparte des Konzerns belegt im Gesamtranking Platz 24 - gegenüber Rang 21 im Vorjahr. Bild: ThyssenKrupp

  • Schaeffler-Hauptsitz

    Platz 6: Schaeffler. Platz 23 im Gesamtranking bedeutet eine Verbesserung der Herzogenauracher um einen Rang gegenüber dem Vorjahr. Bild: Schaeffler

  • Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

    Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

  • Mahle, Stuttgart

    Platz 4: Mahle. Gesamtrang 18 bedeutet für die Stuttgarter eine Verbesserung um zwei Plätze zum Vorjahr. Bild: Mahle

  • ZF Friedrichshafen, Hauptsitz

    Platz 3: ZF. Gesamtrang 6 unter den Top 100 - gegenüber 2015 hat sich an der Platzierung nichts geändert. Bild: ZF

  • Continental

    Platz 2: Continental. Die Hannoveraner belegen wie im Vorjahr auch im Gesamtranking den zweiten Platz unter den weltweit größten Automobilzulieferern. Bild: Continental

  • Bosch Logo

    Platz 1 sowohl unter den deutschen Zulieferern wie auch global: Bosch - auch hier hat der Platzhirsch seine Position zum Vorjahr gehalten. Bild: Bosch