Leoni

Weil er Opfer eines großangelegten Internetbetrugs mit einem Schaden von 40 Mio Euro wurde, musste der Automobilzulieferer Leoni im vergangenen Jahr seine Progonse deutlich zurücknehmen. Bild: Leoni

| von Andreas Karius

Nach vorläufigen Zahlen brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar auf 78 Millionen Euro ein, von 151,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Leoni hatte aber selbst nur ein EBIT von 65 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

In dem Ergebnis enthalten waren Belastungen in Höhe von ca. 30 Millionen Euro für Restrukturierung und rund 40 Millionen Euro aus dem Betrugsfall. Bereinigt um Sondereinflüsse habe sich das operative Ergebnis im Jahresvergleich spürbar verbessert, hieß es.

Der Kabel- und Bordnetzhersteller hatte Mitte August bekanntgegeben, Opfer eines Internetbetrugs geworden zu sein, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge sei der Betrag von rund 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen.

Der vorläufige Umsatz ging 2016 wie erwartet auf rund 4,4 Milliarden Euro zurück, von 4,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Wegen Wertberichtigungen auf latente Steuern und der steuerlichen Auswirkung des Verlusts aus dem Betrugsfall verbleibt nach vorläufigen Berechnungen ein Jahresüberschuss von rund 10 Millionen Euro. Im Jahr 2015 hatte der Kabel- und Bordnetzhersteller unter dem Strich noch 77,3 Millionen Euro verdient.

Die endgültigen Jahreszahlen und eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht das Unternehmen am 23. März 2017.

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