Leoni-Bordnetz

Leoni-Bordnetz: 2016 war der Automobilzulieferer von einem Betrugsfall und Kosten für die Sanierung des Unternehmens belastet. Bild: Leoni

Dieses Jahr soll der Umsatz auf rund 4,6 von 4,4 Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht der im MDAX notierte Konzern zwischen 180 bis 200 Millionen Euro. 2016 brach das EBIT belastet von einem Betrugsfall und Kosten für die Sanierung des Unternehmens auf 78 von 151 Millionen Euro ein. In dem Ergebnis sind Belastungen von rund 31 Millionen für die Restrukturierung und rund 40 Millionen Euro aus dem Betrugsfall enthalten. Bereinigt um Sondereinflüsse sei das operative Ergebnis um 12 Prozent gestiegen. Der Umsatz sank leicht auf 4,4 (Vorjahr 4,5) Milliarden Euro.

Leoni war vergangenes Jahr Opfer eines Internetbetrugs geworden, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. In der Folge waren 40 Millionen Euro auf Konten im Ausland transferiert worden. Leoni musste in Folge die Jahresprognose kappen. Aktuell rechnet das Unternehmen nicht damit, "substanzielle Gelder" aus dem Betrugsskandal wieder zu bekommen.

Mittelfristig will das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent pro Jahr erzielen. 2019 soll die EBIT-Marge des Konzerns im mittleren einstelligen Prozent-Bereich liegen. Vergangenes Jahr lag diese bei 1,8 Prozent nach 3,4 Prozent 2015.