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Unter dem Strich stand bei Osram ein Minus von 43 Millionen Euro. Konzernchef Berlien bestätigte die im Frühjahr gekappte Prognose für das laufende Geschäftsjahr, sieht aber bislang keine Belebung. „Kurzfristig erkennen wir keine nennenswerte Erholung der Märkte.“ Bild: Osram

| von Tino Böhler

Der angeschlagene Lichtkonzern Osram ist im dritten Quartal wegen der weiterhin schwachen Automärkte sowie Umbaukosten in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich stand ein Minus von 43 Mio Euro, wie Osram am Mittwoch (31. Juli 2019) in München mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 35 Mio Euro gemacht. Der Umsatz fiel in den Monaten April bis Juni um 9,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 850 Mio Euro, wie der MDax-Konzern weiter mitteilte.

Konzernchef Olaf Berlien bestätigte die im Frühjahr gekappte Prognose für das laufende Geschäftsjahr, sieht aber bislang keine Belebung. „Kurzfristig erkennen wir keine nennenswerte Erholung der Märkte“, sagte er. Demnach soll der Umsatz um 11 bis 14 % sinken.

Aufsichtsrat und Vorstand empfahlen den Osram-Aktionären erneut, das Übernahmeangebot der zwei US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle anzunehmen, die einen Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen zugesagt haben. Der gebotene Preis von 35 Euro je Aktie in bar - in der Summe sind das knapp 3,4 Milliarden Euro - sei angemessen.

„Das Angebot ist attraktiv für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Aktionäre“, sagte Berlien. „Bain und Carlyle unterstützen mit ihrer Finanzkraft die laufende Transformation und ermöglichen strategisch wichtige Weichenstellungen.“ Auch die IG Metall hat keine grundsätzlichen Einwände gegen die zwei US-Unternehmen. Osram-Aktionäre können das Angebot bis zum 5. September annehmen.