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Mit den neuen Aufträgen breiter denn je aufgestellt: Magna Steyr-Chef Karl Friedrich Stracke. Bild: Magna

Noch herrscht großes Rätselraten, welche neuen Autos künftig bei Magna in Graz von den Bändern gehen werden. Karl Friedrich Stracke bestätigt aber  in der aktuellen Ausgabe der AUTOMOBIL PRODKTION: der Zulieferer, der in Graz Autos designt, entwickelt und baut, hat sechs neue Anläufe mit vier verschiedenen Herstellern unter Dach und Fach. Los geht es im Frühjahr 2017: "Ab März fahren wir einen Launch nach dem anderen", sagt Stracke. Aktuell laufen intensive Vorbereitungen. Insgesamt investiert der Zulieferer, der in Österreich auch größter OEM ist, rund 300 Millionen Euro in den Standort. Baulich größte Einzelmaßnahme ist die Lackiererei. Die ist bislang der Flaschenhals in der Fertigung. Nach der Erweiterung können dann 34 statt bisher 30 Autos pro Stunde lackiert werden.

Mit den neuen Aufträgen werde die Produktion von knapp 104.000 Einheiten im vergangenen Jahr auf  über 200.000 Einheiten in 2018 steigen, sagt Stracke. Entsprechend werde man das Personal von derzeit 6.000 auf etwa 9.000 Arbeitsplätze aufstocken. Für den Magna Steyr-Chef besonders wichtig: bei der Mehrzahl der neuen Aufträge handelt es sich um „singuläre Produkte“, also solche Fahrzeuge, die nur in Graz gebaut werden. Dadurch mache man sich weniger abhängig vom sehr volatilen Geschäft als Kontraktfertiger. Mit den neuen Anläufen sei Magna Steyr „breiter denn je“ aufgestellt.

Größter Auftraggeber in Graz dürfte BMW bleiben. Noch Stillschweigen herrscht in der Frage, welche OEM neu bei Magna bauen lassen. Als wahrscheinlich gilt, dass in Graz eine E-Version des Jaguar F-Pace gebaut wird, auch ein zweites Jaguar-Modell soll hinzu kommen. Ebenfalls ein Fall aus der Gerüchteküche: Renault werde den Alpine bei Magna bauen.

Kein Gerücht: macht die wirtschaftliche Großwetterlage keinen gewaltigen Strich durch die Rechnung, dürfte der Standort Graz bis 2023 voll ausgelastet sein. 

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