Mahle_Hauptquartier_2016

Zulieferer Mahle (im Bild die Zentrale in Stuttgart) hat mit der iranischen IKCO eine Partnerschaft zur Entwicklung eines 3-Zylinder-Motors geschlossen. Bild: Mahle

Über die Anfang August offiziell geschlossene Partnerschaft informiert IKCO in einem auf der Unternehmensseite veröffentlichten Statement. Demnach wollen die neuen Partner  einen  Drei-Zylinder-Turbobenziner von Grund auf neu entwickeln. Bei der PS-Zahl will man sich in der Range von 120 bis 160 PS bewegen mit einem maximalen Drehmoment von 285 Nm. Mit diesen Werten strebe man einen Verbrauch in der Region von vier Litern auf 100 Kilometer an.  Der Motor soll Euro VI konform sein.

IKCO-Chef Hashem Yekehzara zeigte sich hoch erfreut, für die Entwicklung des Motors auf modernstem Standard einen in der Antriebstechnologie führenden Partner wie Mahle gefunden zu haben.

Die gesamte Entwicklungsphase soll 30 bis 33 Monate dauern, gefolgt von einer Vorserienproduktion. Nach Erreichung der Serienreife sollen etwa 350.000 Einheiten pro Jahr gebaut werden. Die Kosten von rund 125 Millionen Euro teilen sich die Partner.

Iran gilt seit dem Fall des Embargos als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte der internationalen Autoindustrie mit hohem Nachholbedarf auf der technologischen Seite. Iran Khodro ist einer der wichtigsten Industriekonzerne des Landes und Kontraktfertiger zahlreicher globaler Autobauer, unter anderem bauen die Iraner Autos für Renault und den PSA-Konzern.