Mann+Hummel Feinstaub Versuchsfahrzeug

Die Filtrationsexperten statten das Fahrzeug mit drei Anwendungen aus, die zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen sollen. Bild: Mann+Hummel

Die Filtrationsexperten  statten das Fahrzeug mit drei Anwendungen aus, die zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen sollen: Ein auf dem Dach installierter Filter scheidet Feinstaub aus der Umgebungsluft ab. Insassen sollen durch einen innovativen Innenraumluftfilter geschützt werden und ein neu entwickelter Bremsstaubpartikelfilter an der Bremsanlage soll die Abgabe von Feinstaub an die Umgebung verhindern. Das Filterelement auf dem Fahrzeugdach soll aufgrund seines niedrigen Strömungswiderstands einen optimalen Luftdurchsatz ermöglichen. Computersimulationen hätten gezeigt, dass die Gesamtfeinstaubbilanz des Fahrzeuges wesentlich verbessert werden könne. Durch den Einsatz des Feinstaubfilters werde der Feinstaubausstoß des Fahrzeuges um etwa die Menge an Feinstaubemissionen gesenkt, die bei der Kraftstoffverbrennung entsteht, heißt es.

Für den Schutz der Fahrzeuginsassen hat Mann+Hummel bereits Lösungen entwickelt. Im Testfahrzeug kommt dazu ein neu entwickelter Innenraumluftfilter zum Einsatz. Die verwendete Aktivkohlemischung des Filters weise einen sehr hohen Abscheidegrad für die giftigen Stickoxide (NOx) und weitere Schadgase auf, hört man. Die Beschichtung des Filters binde zuverlässig hohe Mengen an Ammoniak, während feinste Nanofasern im Inneren Schutz vor Feinstaub und Pollen bieten. Zudem setzt man einen Bremsstaubpartikelfilter ein, der in einem robusten Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels positioniert wird, wodurch man die Abgabe von Feinstaub in die Umgebung verhindere, so die Experten. Mann+Hummel verfolgt das Innovationsprojekt zur Feinstaubreduktion bereits seit 2007 und kooperiert dabei mit externen Partnern. Im Fall des Feinstaubfilters arbeitet Mann+Hummel mit Albert Kamm, Geschäftsführer Team Kamm GmbH im baden-württembergischen Aichbach zusammen.