Elringklinger Automobilzulieferer

Gewinneinbruch bei Elringklinger - trotz mehr Umsatz: Für das Gesamtjahr peilt der Zulieferer nach wie vor einen höheren Umsatz an. So soll das Wachstum der globalen Autoproduktion im Umsatz organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte übertroffen werden. Bild: Elringklinger

Hohe Rohstoffkosten und eine hohe Nachfrage in der Nafta-Region, die zu überproportionalen Kostensteigerungen und Sonderkosten geführt haben, belasteten den Automobilzulieferer Elringklinger. So hat der Zulieferer im dritten Quartal trotz gestiegener Umsätze deutlich weniger verdient. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält das Unternehmen inmitten eines zunehmend schwieriger werdenden Umfelds aber fest.

Der Umsatz stieg in den drei Monaten um 0,5 % auf 405,8 Mio Euro. Organisch erzielte Elringklinger laut Mitteilung ein Plus von 5,3 %. Das EBIT vor Kaufpreisallokation brach um 32 % auf 23,8 Mio Euro ein. Die operative Rendite verschlechterte sich auf 5,9 % von 8,6 % im Vorjahreszeitraum. Auch unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 10,8 Mio deutlich weniger als im Vorjahr mit 16,1 Mio Euro. Positiver entwickelte sich dagegen der Auftragsbestand: Er kletterte um 5,2 % auf 1,027 Mrd Euro.

"Nicht nur der Umsatz, auch unsere Auftragslage entwickelt sich nach wie vor sehr gut", sagt der Vorstandsvorsitzende der Elringklinger AG, Stefan Wolf. Die Ergebnissituation werde aber von anhaltend hohen Rohstoffpreisen sowie einer hohen Nachfrage in der Nafta-Region beeinträchtigt.

Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nach wie vor einen höheren Umsatz an. So soll das Wachstum der globalen Autoproduktion im Umsatz organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte übertroffen werden. Die EBIT-Marge sieht Elringklinger dieses Jahr weiterhin bei rund 7 % vor Kaufpreisallokation. Insgesamt nehme aber die Unsicherheit in der Branche wegen der nicht endenden Diesel-Debatte, Zöllen, den Nachwirkungen der WLTP-Einführung und der Schwäche des chinesischen Marktes zu.