IFA-Gelenke

Die Best Owner Group will Zulieferer retten, deren Produkte am Benzin- und Dieselmotor hängen. Bild: IFA

| von Roswitha Maier

Der Fonds mit dem Namen Best Owner Group (BOG) habe es auf Unternehmen abgesehen, die vor allem in der Teileproduktion für Verbrennungsmotoren aktiv seien und deshalb am Kapitalmarkt kaum noch an frisches Geld herankämen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Weise sagte dem Blatt, Ziel sei es, die "auslaufenden Geschäftsfelder für den verbleibenden Zeitraum - der immer noch Jahrzehnte umfassen wird - betriebswirtschaftlich erfolgreich fortzuführen." Das Projekt hat die Unterstützung der IG Metall.

Der Fonds solle mit einem Volumen von 100 bis 200 Millionen Euro beginnen und habe ein Zielvolumen von 500 Millionen Euro. Man wolle fünf bis acht Unternehmen und Unternehmenssparten mit einem Umsatzvolumen von bis zu sechs Milliarden Euro erwerben. Namen von möglichen Übernahmeobjekten nannte Weise nicht. Es handele sich jedoch um "klassische Mittelständler mit etwa 1.000 oder 2.000 Beschäftigten". Am liebsten wolle man die Unternehmen komplett übernehmen, zumindest aber die Mehrheit erlangen, fügte Weise hinzu.

"Im Gegensatz zum klassischen Private-Equity-Geschäft gibt es im BOG-Modell keinen Weiterverkauf", sagte Weise der Zeitung und wies auf die langfristigen Perspektiven möglicher Investoren hin. Derzeit befinde man sich in guten Gesprächen mit Versicherern, Banken und Pensionsfonds.

Hervorgegangen ist die BOG aus einer Arbeitsgruppe der IG Metall, die sich mit dem Strukturwandel in der Autoindustrie hin zur Elektromobilität und anderen alternativen Antrieben befasste. "Die IG Metall ist Ideengeber und hilft, die BOG zu etablieren", sagte deren Vorsitzender Jörg Hofmann der FAZ. Zulieferer könnten dank des Fonds den Strukturwandel in Richtung Elektromobilität für die Beschäftigten sozialverträglich bewältigen. Zum anderen schütze die BOG vor Übernahmen durch Hedgefonds, sagte Hofmann.

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