Federal-Mogul Powertrain Zylinderlaufflächen

Federal-Mogul Powertrain hat ein neues Testverfahren zur Bewertung der Korrosionsbeständigkeit von Zylinderlaufflächen entwickelt, das die Bereitstellung noch langlebigerer Komponenten unterstützt. Bild: Federal-Mogul LLC

Wie Federal-Mogul Powertrain mitteilt, soll die Methode eine gezielt auf hochschwefelhaltige Dieselkraftstoffe und steigende Abgasrückführungsraten abgestimmte Materialentwicklung ermöglichen. Bislang gibt es laut dem Zulieferer im Markt noch keine für die Werkstoffauswahl anerkannte Methode zur vergleichenden Beurteilung der zu erwartenden Korrosionsbeständigkeit im motorischen Betrieb. Für sein neu entwickeltes Bewertungsverfahren hat Federal-Mogul Powertrain die zum Einsatz kommenden Testlösungen den im motorischen Betrieb entstehenden Kondensaten nachempfunden, darunter Schwefel-, Salpeter- und Essigsäure. Die durchgeführten Prüfungen umfassten Immersionstests in einer entsprechend zusammengesetzten, kochenden Lösung sowie elektromechanische Untersuchungen bei Temperaturen nahe am Siedepunkt der Lösung. Metallografische Analysen komplettierten den Prozess.

„Höhere Abgasrückführungsraten und die Verwendung hochschwefelhaltiger Dieselkraftstoffe stellen in Bezug auf das Verschleißverhalten eisenbasierter Zylinderlaufflächen eine große Herausforderung dar“, erklärt Gian Maria Olivetti, Chief Technology Officer, Federal-Mogul Powertrain. „Fortschrittliche, thermisch gespritzte Laufbuchsen wie unsere dünnwandigen Sprayfit-Buchsen können eine effiziente Wärmeableitung mit dem Vorteil einer großen Bandbreite an verschleißfesten Oberflächen kombinieren. Dafür muss allerdings die Leistungsfähigkeit in Betracht kommender Werkstoffe zuverlässig beurteilt werden. Dank unseres neu entwickelten Testverfahrens ist dies nun möglich.“ Dr. Volker Scherer, Director, Liners, Federal-Mogul Powertrain: „Mit unserem neuen Testverfahren sind wir in der Lage, auch für die anspruchsvollsten Laufflächenanwendungen sowohl geeignete massive Werkstoffe als auch Oberflächenbeschichtungen mit der notwendigen Korrosions- und Verschleißbeständigkeit zu identifizieren.“